ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:06 Uhr

Gästestürmer versagten mehrfach die Nerven

Von der ersten Minute an gingen die 1919er engagiert zur Sache, gestalteten die erste Spielhälfte überlegen (6:1-Ecken). Gegen dieses schnelle Spiel war die Neustädter Abwehr ein ums andere Mal äußerst anfällig. Klaus Bergmann

Einziger Mangel, wie so oft und erster Grund für den erneuten Abstieg aus der Bezirksliga, war die Chancenverwertung. Allein Frank Tuschmo hätte sich berühmt schießen können! In der 24. und 41. Minute scheiterte er an den eigenen Nerven. Wenigstens in der 36. Minute veredelte er einen der vielen Superpässe von Ronny Wukasch zum hochverdienten Führungstreffer für die Gäste. Silvio Hentschel (10.) und Daniel Escher (42.) scheiterten am Torhüter der Gastgeber Alexander Pajko. Die einzige Neustädter Chance vereitelte Matthias Dorn in der 15. Minute.
Nach der Pause entschärfte Schiedsrichter Marcel Naumann aus Kalkreuth, ein typischer Heim-Referee, das 1919er-Spiel, indem er Frank Tuschmo wegen wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz stellte (47. Minute). Dieser Platzverweis und der enorme Kräfteverschleiß in der ersten Halbzeit bei 28 Grad brach den Gästen das Genick. Der beste Akteur beim Gastgeber, Thomas Mattusch, erzielte aus Nahdistanz in der 55. Minute den Ausgleich. Pierre Körnig (65.) sowie Wieland Steps (76. und 81.) brachten die Neustädter deutlich in Front. Dazwischen stellte Matthias Dorn gegen besagten Thomas Mattusch noch dreimal seine tollen Reflexe unter Beweis.
In Unterzahl war zumindest der Endspurt der 1919er eindrucksvoll. Silvio Hentschel, engagiert wie immer, jedoch in der Offensive viel zu verhalten, scheiterte in der 83. Minute denkbar knapp.
Der routinierte Maik Wilke behielt fünf Minuten später nach sehenswerter Vorarbeit von Sewerin Prosniak und Thomas Schultz die Übersicht und verkürzte auf 2:4. Bei 1919 bestritt der 18-jährige Mario Korch sein erstes Bezirksligaspiel.
Ärgerlich ist, dass es für die Gäste erneut nicht zum ersten Sieg in der Rückrunde reichte und dass man mit dieser Niederlage nach neun (!) Jahren wieder die „Rote Laterne“ des Tabellenletzten übernahm. Trotzdem können die Adler-Kicker am Himmelfahrtstag (Anstoß 10 Uhr) Fußball-Vereinsgeschichte schreiben und bei einem Sieg in Bischofswerda unter die letzten Vier des Bezirkspokals einziehen.
1919 spielte mit: Dorn, Escher (66. Wußmann), T. Rönsch (70. Korch), A. Rönsch, Nuck, Hentschel, Kowal, R. Wukasch (67. Th. Schultz), Wilke, Prosniak, Tuschmo