Von Werner Müller

SV Zeißig – SV Oberland Spree 5:1 (2:1). T: 1:0 Ron Schuster (1.); 2:0 Florian Kloß (44.); 2:1 Tom Thomas (45.); 3:1 Rostam Geso (65.), 4:1 Florian Kloß (73.); 5:1 Florian Kloß (90+2.); SR: Paul Wolter; Z: 133.

SV Zeißg: Robin Marquard, Nico Helm, Robert Schramm (46.Benjamin Müller), Tony Bach, Rene Guroll, Florian Kloß, Ron Schuster, David Schumacher, Eric Lischke (71. Marc-Bruno Laser), Tom Tschierske, Rostam Geso

Paukenschlag beim SV Zeißig: Einen Tag vor der Landesklasse-Partie gegen den SV Oberland Spree unterrichtete Trainer Stefan Hoßmang am Freitagabend den Vorstand und die Mannschaft von seinem Rücktritt. Nach dem anhaltenden Sinkflug der Zeißiger und auch der abnehmenden Trainingsbeteiligung sahen sich Coach und auch Co-Trainer Jiri Krohmer dazu gezwungen. „Wir hatten das Gefühl, dass nicht mehr alle alles für das gemeinsame Ziel investieren“, erklärte Hoßmang. „Es ging um einen nachhaltigen Impuls, damit alle in der Mannschaft aufwachen.“

Nach dreieinhalb Jahren hatte der ehrgeizige Hoßmang die Spieler zuletzt nicht mehr mit seinen Ansagen erreicht und wollte nun den Weg freimachen, auch um bei der zuletzt erfolglosen Mannschaft eventuelle Blockaden zu lösen – was auch prompt funktionierte.

Die Spieler gaben sich nach diesem Paukenschlag am Tag darauf kämpferisch. Betreut von Denny Görner, wollten sie unbedingt zeigen, dass sie es draufhaben. Und so legten sie gegen Oberland Spree einen echten Schnellstart hin. Schon nach wenigen Sekunden klingelte es im gegnerischen Tor. Ron Schuster traf früh zum 1:0. Noch vor der Halbzeitpause erhöhte Florian Kloß auf 2:0 (44.). Doch mit dem Pausenpfiff in er 45. Minute verkürzte der Gegner auf 2:1.

Zeißig ließ sich davon aber nicht beirren und spielte sich in der Folge regelrecht frei. Nach Rostam Gesos Treffer zum 3:1 (65.) machte Zeißig mit zwei weiteren Kloß-Toren den Sack zu – ausgelassen bejubelt von den 133 Zuschauern.

„Die Mannschaft hat nach dem Trainer-Rückzug eine sehr gute Reaktion gezeigt und endlich den Kampf angenommen, den es im Abstiegskampf benötigt“, lobte Tom Tschierske. „Jetzt müssen wir die letzten drei Spiele genauso angehen.“ Tony Bach, Kapitän und Interimscoach, räumte ein: „Das war von uns ein ganz anderer Auftritt als sonst, irgendwie wirkte alles befreiter.“ Bach bildet bis zum Saisonende zusammen mit Rostam Geso als Co-Interimstrainer eine Doppelspitze. Das hat der Mannschaftsrat der Zeißiger nach Hoßmangs Rücktritt so beschlossen.

FV Dresden 06 Laubegast – LSV Neustadt/Spree 1:1 (1:0). T: 1:0 Lev Magazanik (27.); 1:1 Sebastian Kölzow (75./FE); Gelb-Rot: Monik (77./Neustadt); SR: Johann Seidl; Z: 132

Tabellenführer Neustadt lässt Punkte. Der LSV kam gegen Laubegast nicht so richtig in die Gänge. Die Dresdner waren spielfreudiger und gingen durch Lev Magazanik in der 27. Minute verdient in Führung. In der zweiten Halbzeit ergriffen die Gäste dann die Initiative und machten ordentlich Druck. Nach einem Foul an Sebastian Kölzow schoss dieser selbst in der 75. Minute per Elfmeter den 1:1-Ausgleich.

Eine Schwächung musste der LSV dann in der 77. Minute hinnehmen, da Daniel Monik Gelb-Rot sah. Trotz Unterzahl versuchten die Neustädter weiter, nach vorn zu drängen, um als Sieger vom Platz zu gehen. Doch das gelang dem Spitzenreiter nicht.

SG Crostwitz – VfB Weißwasser 5:1 (2:0). T: 1:0 Benes (30.), 2:0 Hentschel (35.), 2:1 Schmidt (47.), 3:1 Benes (56.), 4:1 Müller (78.), 5:1 Gärtner (86.); SR: Michael Schröder; Z: 70

Dem bislang so starken Aufsteiger VfB Weißwasser geht im Saison-Endspurt ein bisschen die Puste aus, nachdem der Klassenerhalt bereits gesichert wurde. Bei der SG Crostwitz, die gerade einen Lauf hat, kassierte der VfB eine 1:5-Schlappe. Mit dem 2:1-Anschlusstreffer von David Schmidt gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit keimte bei den Weißwasseranern zwar noch einmal die Hoffnung. Crostwitz war an diesem Tag aber einfach zu souverän.