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| 01:05 Uhr

Fußball-Randale mit Nachspiel

Hoyerswerda.. Die Ausschreitungen einiger Fußball-Anhänger am Sonntag im Rahmen der Bezirksklasse-Partie zwischen dem Hoyerswerdaer SV Einheit und dem FC Lausitz (die RUNDSCHAU berichtete) werden ein Nachspiel haben. Werner Müller

So prüfe die Polizei derzeit, ob gegen einige Randalierer Anzeige wegen Körperverletzung und Landfriedensbruch erstattet werden kann, erklärte Uwe Horbaschk, Sprecher der Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien, gestern auf RUNDSCHAU-Nachfrage.
Etwa 15 Besucher des Fußballspiels hatten Rauchbomben und Feuerwerkskörper gezündet. Die Begegnung musste daraufhin zweimal - einmal davon für eine halbe Stunde - unterbrochen werden.
Als die Beamten einen zuvor erteilten Platzverweis durchsetzten wollten, eskalierte die Situation. Zwei Störer und drei Ordnungshüter seien bei den Auseinandersetzungen verletzt worden, so die Polizei-Bilanz.
Vorwürfe, die Ordnungshüter seien nicht ausreichend präsent gewesen, weist Uwe Horbaschk zurück. „Wir hatten keine Erkenntnisse, dass es zu derartigen Störungen kommen kann.“ So seien noch während des Spiels zusätzliche Polizeikräfte aus den Nachbarregionen nach Hoyerswerda beordert worden, so dass am Ende 25 Beamte vor Ort waren. Für Robert Köhn von der Initiative „Fans des FSV“ zu wenig. „Die Polizei, die mit den stadtbekannten Störern ja ausreichend Erfahrung haben müsste, hat falsch reagiert, war mit einer zu geringen Kräfteanzahl im Einsatz.“
Die Ordnungshüter haben aus den Vorkommnissen ihre Lehren gezogen. Die Spiele der Hoyerswerdaer Vereine werden künftig unter Sonderbeobachtung stehen, kündigt Uwe Horbaschk an. Will heißen: Die Polizei wird in den städtischen Stadien noch stärker Präsenz zeigen.
Auch für die Beamten, die regelmäßig in Bundesliga-, Regionalliga- und Oberliga-Stadien die örtlichen Wachdienste unterstützen, ist das eine völlig neue Situation. „In dieser Spielklasse waren derartige zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen bisher nicht nötig“ , so Uwe Horbaschk. (sh)