Die Vergabe der Partie nach Hamburg war Teil der vom DFB an den HSV geleisteten Entschädigung. Ab Dienstag muss sich Hoyzer mit fünf weiteren Beschuldigten wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs vor dem Landgericht Berlin verantworten.
Hoyzer hatte unter anderem am 21. August 2004 das DFB-Pokalspiel des HSV beim SC Paderborn (2:4) manipuliert. Am 11. Februar lehnte das DFB-Sportgericht den Antrag auf eine Wiederholung ab. Zwei Wochen später stellte das Sportgericht klar, dass nicht jedes von Hoyzer gepfiffene Spiel wegen möglicher Manipulationen automatisch annulliert werden muss. Lediglich die Regionalligapartie zwischen den Amateuren von Hertha BSC und Arminia Bielefeld sowie das von Hoyzer manipulierte Zweitligaspiel LR Ahlen gegen Wacker Burghausen wurde wiederholt.
Die Bundesliga wurde von dem Skandal dagegen nicht erreicht. Das Sportgericht wies einen Antrag auf Wiederholung des einzigen unter Manipulationsverdacht stehenden Spiels zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem SC Freiburg (3:0) aus Mangel an Beweisen ab. (dpa/mh)