Von Werner Müller

Große Emotionen in Wittichenau: Vor der Kreisoberliga-Partie am Wochenende gegen Deutschbaselitz wurden die Spieler Christian Adler, Norbert Kubaink und Benjamin Pohl feierlich verabschiedet. Vor allem Letzterer, der viele Jahre die Kapitänsbinde trug, war dabei den Tränen nahe. Mehr als zwölf Jahre lang war Pohl nicht nur Kapitän, sondern auch unermüdlicher Motivator für die Männer der ersten Mannschaft.

Mit sechs Jahren entdeckte der gebürtige Hoyerswerdaer Benjamin Pohl die Liebe zum runden Leder. Sein Vater meldete ihn bei der DJK Blau-Weiß Wittichenau an. Pohl durchlief dann alle Altersklassen im Jugendbereich. Sein erster Trainer war Rainer Schömmel.

Inzwischen ist Pohl, der im Juli 33 Jahre alt wird, 27 Jahre Mitglied bei der DJK. In dieser Zeit hat er einige Trainer kommen und gehen sehen – von Udo Schmaler und Dirk Rettig über Horst Peschke und Waldemar Adamowicz bis hin zu Fritz Kriege und Gerhard Just.

Für Pohl war das Kapitänsamt in den vergangenen Jahren eine Ehrensache. „Wir sind eine super Truppe“, betonte der Industriemechaniker, der bei der Leag arbeitet. Der 32-Jährige stand seinem Verein immer treu zur Seite, hatte das Vertrauen seiner Mannschaftskameraden – und wird dem Verein erhalten bleiben. Pohl wechselt von der 1. Mannschaft in die Ü32 der DJK Wittichenau, die in der Breitensportliga spielt.

Auch Norbert Kubaink, der 1997 sein erstes Training in der F-Jugend von Wittichenau absolvierte, wurde verabschiedet. Der Liebe wegen geht der 28-Jährige nach Königsbrück. Er wird in Zukunft beim SV Königsbrück/Laußnitz Fußball spielen. Und Christian Adler, der Dritte im Bunde der feierlich verabschiedeten Wittichenauer Kicker, kam vor drei Jahren vom SV Gnaschwitz-Doberschau nach Wittichenau. Der Torhüter wechselt zum Königswarthaer SV, der in die Landesklasse aufgestiegen ist, um dort künftig höherklassig spielen zu können.

Zur Partie:

DJK Blau-Weiß Wittichenau – SV Aufbau Deutschbaselitz 4:2 (2:1). T: 0:1 Carl Wonneberger (9./FE); 1:1 Bernhard Korch (20./FE); 2:1 Paul Kockert (43.); 2:1 Philipp Neubauer (48.); 3:2 Maik Nicolaides (70.); 4:2 Bernhard Korch (90./FE); SR: Christoph Wels; Z: 85

Nach der Verabschiedung der drei Adler gab es mit den drei Punkten auch noch ein würdiges Abschiedsgeschenk. Die Temperaturen um 36 Grad Celsius machten allen Spielern ziemlich zu schaffen. Drei der insgesamt sechs Treffer in dieser Partie fielen per Elfmeter. Wittichenau freute sich nach dem 4:2-Erfolg sehr, die 60 Punkte vollgemacht zu haben. „Es war für uns ein sehr emotionales Spiel mit dem Abschied unserer Mitspieler. Wir haben Platz zwei gehalten und uns historische 60 Punkte erkämpft“, resümierte Nico Hantschke.