Bannewitz, doch beeindruckt vom Engagement der 1919er, konnte in keiner Phase der ersten Halbzeit sein Spiel aufziehen. 1919 ging forsch in die Zweikämpfe, hatte eine gute Raumaufteilung und die sonst so gefährlichen Angriffsspitzen fest im Griff und ließ spielerisch nichts zu. So konnte Bannewitz in der ersten Halbzeit aus dem Spiel heraus nicht eine Erfolg versprechende Aktion erzielen.
Gefahr drohte dem 1919er-Gehäuse nur bei zwei Freistößen durch ihre Spezialisten Seifert und Wecker. Nachdem in der 15. Minute Seifert das Tor noch verfehlte, traf Wecker in der 20. Minute dann mit einem fulminanten Schuss aus 25 Metern das Tor.
Doch 1919 zeigte sich nur kurz geschockt und man versuchte mit aller Macht, Bannewitz unter Druck zu setzen. In der 32. Minute kam nach einem schnellen Gegenangriff über Lars Schmuck der Ball zu E. Schiffel, der das Leder aus 12 Metern aber nicht am glänzend reagierenden Schlussmann der Bannewitzer vorbeibrachte. Der Ausgleich wäre zu diesem Zeitpunkt mehr als verdient gewesen.
Unermüdlich versuchte 1919 weiter, zum Torerfolg zu kommen, aber das letzte Quäntchen Glück stellte sich nicht ein, trotz einiger Unsicherheiten in der Bannewitzer Hintermannschaft.
So ging es in die Halbzeit, in der man sich noch mal gegenseitig Mut machte und dem Favoriten auch in der zweiten Halbzeit weiterhin Paroli bieten und das Selbstvertrauen, das man sich in der 1. Halbzeit geholt hatte, weiter in die Waagschale werfen wollte.
Leider machte der Bannewitzer Routinier Frank Seifert in der 48. Minute schon alle Hoffnungen zunichte. Er setzte an der Strafraumgrenze zu einem Solo an, in dessen Folge kein 1919er es fertig brachte, den Ball aus der Gefahrenzone zu bringen, aber auch hier fehlte das Glück, der Ball sprang Seifert immer wieder vor die Füße und sein strammer Hinterschuss wurde auch noch abgefälscht und landete im Tor.
Dies kam den Bannewitzern nun noch mehr zugute. 1919 lockerte nun etwas die Deckung, um mehr Druck ausüben zu können. Banne witz zog sich immer mehr zurück und lauerte auf Konter. In der 56. Minute führte ein solcher dann zum 3:0, nachdem man im Gewühl zwischen Wukasch, Thiele und dem Bannewitzer Spieler eigentlich auch den Ball schon wieder hatte, er aber wieder unglücklich dem Gästespieler vor die Füße sprang.
Nun war das Spiel gegessen. 1919 rackerte weiter und wollte wenigstens noch Ergebniskosmetik erzielen. Doch selbst bei drei Schussversuchen im Fünf-Meter-Raum der Gäste in einer Aktion konnte man den Ball nicht im Gehäuse unterbringen. Dies zeigt auch deutlich das Manko von 1919, das zur Zeit besteht. Man braucht zu viele Chancen, um ein Tor zu erzielen und das zeigte auch der Spitzenreiter, der bei fünf Schüssen aufs Tor dreimal traf.
Nichtsdestotrotz sollte ob dieser Niederlage bei 1919 niemand den Kopf hängen lassen. Sondern die Leistung als Maßstab für die kommenden Aufgaben im Abstiegskampf nehmen. (ls)
1919 spielte mit: Thiele, Hentschel, Wukasch, Lempe, Schmuck, Biela, Marchl, Stober (ab 65. Frenzel), Schiffel (ab 74.Nuck), Tuschmo