Das Spiel begann mit einer unschönen Szene. In der 2.Minute war der Ball in Höhe der Eckfahne (!) hinter der Laubuscher Grundlinie, Verteidiger Daniel Sulk schirmte nur noch ab. Da fegte Gästestürmer Dirk Penther völlig unmotiviert heran, säbelte Sulk um und schon war die ohnehin schon gut gefüllte Laubuscher Ausfallliste um einen Namen reicher. Schultereckabsplitterung bei Sulk. Die Reaktion von Schiedsrichter Domel (WSW): Null.
Ob Laubusch nur von dieser Szene geschockt war„ Jedenfalls lief beim Gastgeber in der 1. Halbzeit recht wenig zusammen. Man knüpfte nahtlos an die dürftige Leistung von vor acht Tagen an.
Auch die vom Ex-FC Lausitz-Trainer Horst Peschke betreuten Malschwitzer rissen keine Bäume aus, waren aber um ein Tor bis zur Pause besser. Und dieses eine Tor (23.) konnte sich sehen lassen, genügte auch höheren Ansprüchen. Gästekapitän Ingo Funke, der absolute Chef im Mittelfeld, spielte einen sehenswerten Pass hinter den Rücken der Verteidigung der Laubuscher auf Michael Heidrich (auch ehemals FC Lausitz) . Dieser ließ das Leder sofort prallen auf Malschwitz-Goalgetter Ronny Henkert, der wiederum leichtes Spiel hatte, zur Gästeführung einzulochen.
Zur 2. Halbzeit kam eine deutlich bessere Laubuscher Mannschaft auf den Rasen zurück. Malschwitz hatte nunmehr enorme Schwierigkeiten in der Abwehrorganisation zu verzeichnen. Schon in der 49. Minute glaubte jeder im „Glück-Auf-Stadion“ an den sicheren Ausgleich, doch ein gut platzierter Heber von Ronny Hahn landete leider doch nur an der Latte. In der 60.Minute war Lars Frömmel aussichtsreich vor dem zu weit aufgerückten Gästekeeper Andreas Schöne aufgetaucht, doch auch Frömmels Heber verfehlte knapp das Ziel.
Trotzdem, der Ausgleich schien nur eine Frage der Zeit. Und richtig. In der 75. Minute war es soweit. Unwiderstehlich drang Kapitän Steffen Hahn in den Strafraum ein und konnte nur auf Kosten eines Strafstoßes vom Ball getrennt werden. Den fälligen Elfmeter verwandelte Routinier Thomas Grun in gewohnt sicherer Manier.
Was dann folgte, war Laubusch pur. Statt den Ausgleichstreffer erst einmal zu sichern, verträumte man den ersten Gästeangriff nach Wiederanpfiff, ließ Ronny Henkert gewähren und schon führten die Gäste wieder (77.). Für Laubusch-Kenner war es die Entscheidung. Und richtig, zwei weitere Minuten später fühlte sich erneut niemand für Henkert zuständig - 1:3. Warum lassen sich die Fritsch-Schützlinge gute Arbeit manchmal in so wenigen Minuten wieder so kaputt machen“
Einen (wenn auch persönlichen) Erfolg konnte Laubusch am Ende noch verzeichnen. Keeper Mathias Just parierte einen absolut scharf und platziert geschossenen Elfmeter von Michael Heidrich mit einer Super-Parade. Ansonsten gingen die Punkte verdient an die Rand-Bautzener, Laubuscher muss gegen andere die nötigen Punkte gegen den Abstieg holen.
Laubusch spielte mit: Just, Grun, Urbanski, Sulk (ab 4. Knobloch), St .Hahn, Mucke, Günter, Kotal, (ab 76. Ph. Hahn), Wolfgang (ab 58. Kosytorz), L. Frömmel, R. Hahn