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Für und Wider zur Zukunft des Kulturhauses

Lauta. Um Kosten zu sparen, muss sich die Stadt Lauta von einigen ihrer rund 80 kommunalen Gebäude trennen. Auch Objekte im Ortsteil Laubusch sind dabei jüngst in den Fokus geraten. Anja Guhlan / ang1

"Wir müssen an das Thema ran", wiederholte Bürgermeister Frank Lehmann (parteilos) kürzlich vor dem Stadtrat.

In den nicht öffentlichen Sitzungen wurde mit den Räten und der Verwaltung die Erstellung eines Gebäude- und Sportstättenkonzeptes vorberaten und diskutiert. In der jüngsten Stadtratssitzung fand nun die dritte öffentliche Vorstellung des Konzeptes mit Blick auf Laubusch statt. Allerdings konnte zu vielen Objekten in Laubusch noch keine Entscheidung gefällt werden, da die Stadt weiterhin auf eine mögliche Förderzusage des Ministeriums für die mögliche Grundschulsanierung wartet. So stehen unter anderem das Schulobjekt am Freibad, die Turnhalle am Freibad sowie die Kleinfeldanlage an der Grundschule in starker Abhängigkeit zur Förderzusage. Sollte in den nächsten Wochen ein positiver Bescheid in der Verwaltung eingehen, was sich die Stadt erhofft, muss zwingend über diese Objekte gesprochen werden.

Schon jetzt sorgte besonders die Turnhalle am Freibad für hitzige Diskussion. Sollte es nämlich zu einer Verlagerung der Grundschule kommen, wäre der Schulsport aus der Nutzung der Turnhalle heraus. Dennoch benötigen Sportvereine wie der SV Laubusch diese Halle zwingend für ihr Training in den Wintermonaten. Lautas Bauamtsleiter Wolfhardt Persicke merkte jedoch an, dass der Erhalt der teilweise maroden Halle sehr kostenaufwendig werden würde. Bürgermeister Lehmann könne sich indessen vorstelle, dass der SV Laubusch als Antragsteller für mögliche sportliche Fördergelder für die Halle agiert. "Das wäre aber nur ein mögliches Szenario", betont Lehmann.

Auch beim Kulturhaus in Laubusch gab es zwiespältige Meinungen seitens der Räte. Während vorrangig Räte der CDU-Fraktion nicht mehr die Stadt als Betreiber des Kulturhauses sehen, kämpfen andere Räte um den Erhalt des Kulturhauses im kommunalen Besitz. "Es ist der einzige große Saal, den Lauta besitzt", argumentiert Stadträtin Ortrun Rümcke, die sich für das Kulturhaus ausspricht. Doch das Problem beim Kulturhaus ist die Auslastung. Das Objekt wird noch zu wenig genutzt. Neue Vermarktungsstrategien oder Dritte mit geeigneten Ideen müssen her, fordert der Bürgermeister.

Im Raum stand auch der erneute Vorschlag der CDU-Fraktion, eine komplett neue Mehrzweckhalle in Lauta zu errichten. "Dann hätte Lauta auch wieder einen großen Saal", so Michael Rischer. Doch Bürgermeister Frank Lehmann sieht für eine mögliche Mehrzweckhalle derzeit keine Finanzierungslösung.

Fest steht: Das gut genutzte Sportlerheim in Laubusch mit seinen Sportplätzen und der Friedhof mit seinem Gebäude bleiben in kommunaler Hand. Von dem ehemaligen Bauhof, der ehemaligen Post, dem ehemaligen Rathaus sowie dem erst kürzlich geschlossenen Freibad möchte sich die Stadt trennen . "Vorrang hat immer ein Verkauf, bei dem Investoren die Gebäude anderweitig nutzen können. Rückbau ist immer die letzte Variante", betonte Lehmann nochmal.

Einen Beschluss des Gebäude- und Sportstättenkonzeptes verschiebt die Stadt Lauta nun aufgrund der noch unklaren Situation über die Förderzusage zur Schule.