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Für mehr Gerechtigkeit auf den Philippinen

Jeanette Haink bereichert mit einer Waage, dem Zeichen für die stark ausbaufähige Gerechtigkeit, das Bild über die Philippinen.
Jeanette Haink bereichert mit einer Waage, dem Zeichen für die stark ausbaufähige Gerechtigkeit, das Bild über die Philippinen. FOTO: Heinz Hirschfeld/hir1
Bernsdorf. Beim diesjährigen Weltgebetstag der Frauen hat Bernsdorf eine Premiere erlebt. Erstmals wurde er in den Räumen der katholischen Kirche zelebriert. Heinz Hirschfeld / hir1

Mehr als 25 evangelische und katholische Christinnen sowie einige Männer waren dabei, als es um das Thema Gerechtigkeit auf den Philippinen ging. Zur üppigen Deko gehörte ein blau-weiß-roter Blumenstrauß in den Farben, die in der philippinischen Staatsflagge vertreten sind.

Das Kreuz, an dem Jesus für die Menschen litt, wurde als Zeichen des Glaubens und der Hoffnung von der katholischen Christin Gerda Kluge in den Raum getragen. Eine Waage als Symbol für Gerechtigkeit in den Philippinen bekam an diesem Abend durch die katholische Christin Jeanette Haink einen Platz im Gebetsraum. Ergänzt wurde das Bild durch den unverzichtbaren Reis, einen bunten Schirm, der durch die katholische Christin Veronika Noack in folkloristischer Landeskleidung, an das schwüle Klima mit Regenzeit und Trockenperioden erinnerte. Vervollkommnet wurde das Bild der Philippinen durch weitere landestypische Gegenstände.

Die Frauen sangen eingängige und melodische Lieder aus dem Land. Sie hörten Geschichten, die die Not der Einwohner thematisierten, und ein einziger Schrei nach Gerechtigkeit war. Dieser Wunsch floss in die Gebete der Frauen ein.

Inzwischen zog ein unwiderstehlicher Duft durchs Haus. Die Frauen hatten landestypische Gerichte nach philippinischen Rezepten vorbereitet. Es wurden Reistütchen als Zeichen des Respektes, des Mutes, der Kreativität, Solidarität und Offenheit verteilt. So gab es das sehr leckere "Okoy" - das sind geröstete Süßkartoffeln mit Bambussprossen. Unter den Speisen war "Simigang", eine Suppe mit Lachs sowie philippinischer Obstsalat. Und natürlich gab es Reis in allen Variationen. Bei typischen Getränken, wie Pina Colada, wurde aus diesem gemütlichen Frauenabend eine Diskussionsrunde über Gott und die Welt.

Den Weltgebetstag der Frauen gibt es seit mehr als 100 Jahren. In mehr als 170 Ländern der Erde ist er ein Thema. In der Hoyerswerdaer Region gibt es ihn seit etwa 60 Jahren, und konkret in Bernsdorf seit etwa 20 Jahren. "Im evangelischen Gemeindehaus haben wir begonnen. Mittlerweile ist es eine Sache aller Christen in Bernsdorf, ob katholisch oder evangelisch", so Barbara Kegel. Gerda Kluge kann das bestätigen. Beide gehören noch heute zum Vorbereitungsteam. Veronika Noack sagt: "Wir haben uns sehr gefreut, dass wir in diesem Jahr den Weltgebetstag ausrichten durften."