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| 14:12 Uhr

Jugendclub
Für Jugendhaus-Umzug werden Ideen gesammelt

Jugendhaus-Leiterin Lisa Rosolski will die jungen Besucher der Einrichtung in die Ideensammlung für einen Umzug unbedingt einbinden.
Jugendhaus-Leiterin Lisa Rosolski will die jungen Besucher der Einrichtung in die Ideensammlung für einen Umzug unbedingt einbinden. FOTO: Anja Guhlan
Lauta. Die Nordschule könnte das neue Domizil für den Lautaer Club werden. Von Anja Guhlan

„From south to north“ (Von Süd nach Nord), so ist ein Aktionstag des Jugendhauses Lauta jüngst überschrieben gewesen. „Eine richtige Ideenschmiede mit den Jugendlichen soll entstehen“, so  das Ziel des Internationalen Bundes als Träger der Einrichtung. Denn dieser möchte mit dem Jugendhaus gern umziehen und rechtzeitig die Jugendlichen einbinden.

„Jugendbeteiligung ist das A und O gerade in der heutigen Zeit“, sagt Nancy Hauke vom Internationalen Bund in Hoyerswerda. „Das Haus ist in der Größe und in dem Zustand  einfach nicht mehr zeitgemäß“, erklärt Nancy Hauke.  Die Jugendszene habe sich mit den Jahren verändert. Große Konzerte, die früher den Platz ausfüllten, gibt es nicht mehr. Der heutige Fokus des Jugendhauses liegt bei den Zehn- bis 18-Jährigen.

Zudem ist das Gebäude  sanierungsbedürftig. „Eine entsprechende  Sanierung können wir als Träger nicht stemmen“, erklärt Nancy Hauke weiter.  Mit  der Stadt Lauta, die Eigentümer des Gebäudes ist, steht der Internationale Bund in Kontakt. So sind im Zuge des neuen Sport- und Gebäudestättenkonzeptes der Stadt  gemeinsam die Überlegungen aufgekommen, mit dem Jugendhaus in die ehemalige Nordschule zu ziehen.  Einige Räume würden dort für die jungen Leute  zur Verfügung stehen.

Am Aktionstag machten sich daher die neue Jugendhausleiterin Lisa Rosolski, einige Helfer und vor allem Jugendliche auf zur Nordschule, um sich erstmals die Räumlichkeiten anzusehen. Jenny (16) aus Lauta-Süd kann sich schon gut vorstellen, wie der Club in Lauta-Nord aussehen könnte: „Die Räume sollen gemütlich  gestaltet sein. Eine Bar oder Lounge soll es auch geben. Und das Graffiti dort an der Wand muss dran bleiben“, sagt sie.

Die fünf Jugendlichen, die sich am Aktionstag beteiligten,  sammeln weitere Ideen auf großen Papieren, die an der Wand kleben:   Ein Kickertisch könnte besorgt werden. Oder ein ausrangierter Computer könnte seinen Platz finden.

   „Die Jugendlichen haben schon ihre eigenen Ideen und Vorstellungen, die nach Möglichkeit umgesetzt werden sollen“, kommentiert die Leiterin Lisa Rosolski. In der ehemaligen Nordschule könnte  dann in den großen Räumen einiges entstehen – angefangen vom Clubraum über Küche und Bar bis hin zu einem vorhandenen Außengelände.  Auch die Turnhalle könnte für einige Aktionen zeitweise genutzt werden, so erst einmal  die Vorstellungen.

Das Jugendhaus möchte nun weitere Ideen von den Jugendlichen sammeln. „Vielleicht könnte die nächste  Ideensammlung schon um die Osterferien herum initiiert werden“, sagt Rosolski. Die Jugendlichen sollen rechtzeitig über die sozialen Medien  darüber informiert werden.

Nachdem die ersten Ideen gesammelt und geordnet wurden, möchte der Träger bei der Stadt eine Interessenbekundung für den Umzug abgeben. Einen konkreten Termin für den Umzug gibt es daher noch nicht. Nancy Hauke betont: „Das sind zunächst wirklich die ersten Schritte. Wir haben noch jede Menge zu planen und vorzubereiten.  Und die Jugendlichen sollen die Möglichkeit erhalten, sich wirklich an diesem Prozess zu beteiligen.“ Am Ende wäre ein Umzug jedoch noch in diesem Jahr von  Seiten des Trägers und einigen  Jugendlichen wünschenswert.