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Für Hobbymaler ist Mittwoch ein fester Termin

Mit jeder Menge Kreativität gestalten die Hobbymaler ihre Motive. Die Ergebnisse ihrer Arbeit wurden auch schon der Öffentlichkeit präsentiert, etwa bei Ausstellungen anlässlich von Tagen der offenen Tür des Bernsdorfer Mehrgenerationenhauses.
Mit jeder Menge Kreativität gestalten die Hobbymaler ihre Motive. Die Ergebnisse ihrer Arbeit wurden auch schon der Öffentlichkeit präsentiert, etwa bei Ausstellungen anlässlich von Tagen der offenen Tür des Bernsdorfer Mehrgenerationenhauses. FOTO: H. Hirschfeld/hir1
Bernsdorf. Es ist Mittwochvormittag. Im Bernsdorfer Mehrgenerationenhaus versuchen sich zehn Damen und ein Herr an einem Karina Maciorowski, Leiterin des Malzirkels, vorgegebenem Landschaftsmotiv. hir1

Sie sollen es nicht abmalen, sondern ihre Kreativität einfließen lassen. So wird jedes der Bilder ein wenig anders, je nachdem, was in den Vordergrund gerückt wird, welche Details betont werden.

Karina Maciorowski war 2008 im Mehrgenerationenhaus Ein-Euro-Jobberin. Da die Malerei ihre große Leidenschaft ist, versuchte sie in einem Kindermalzirkel, den Knirpsen mit viel Liebe und Geschick das Malen beizubringen. Der Zirkel war sehr beliebt und ermunterte Eltern und Großeltern selbst kreativ zu werden. Seit 2010 gibt's nun den Zirkel für Erwachsene, geleitet von Karina Maciorowski. Und sie machte sich selbstständig. Sie übernahm mehrere Kurse, auch andernorts.

Eine, die von Anfang an in Bernsdorf dabei ist, ist die Rentnerin Ilona Lindner aus dem Ort. Sie versorgt Familie, Haus und Grundstück, hat also Hektik genug. "Hier kann ich abschalten und zur Ruhe kommen. Beim Malen vergesse ich sogar, was auf meinem Einkaufszettel steht", sagt sie scherzhaft. Der Mittwochvormittag ist bei allen Zirkelteilnehmern ein fester Termin. Und bei dem geht es nicht nur um eine kreative Freizeitbeschäftigung. Man redet miteinander über Gott und die Welt.

Eigentlich will Karina Maciorowski nicht, dass soviel Reklame für den Malzirkel gemacht wird. "Bei einem Teilnehmerkreis von reichlich zehn Personen stößt man fast an seine Grenzen, wenn man sich mit jedem individuell beschäftigen möchte", sagt sie. Jetzt in der Urlaubszeit fehlen manche. Dafür sind mehrere Gäste dabei, wie Sabine Pfeiffer aus dem Rheinland. Immer, wenn sie ihre Eltern besucht, verbindet sie es mit dem Malzirkel. "Wir hatten schon so einige Gastmaler, auch aus Spanien und Russland. Die Sprache des Pinsels ist zum Glück international", sagt Karina Maciorowski und lacht.