| 02:46 Uhr

Frischer Wind für die Johanneskirche

Bernsdorfer Kirchenchorleiter und Konzertorganisator Robert Seidel.
Bernsdorfer Kirchenchorleiter und Konzertorganisator Robert Seidel. FOTO: Heinz Hirschfeld/hir1
Im vergangenen Jahr hat Robert Seidel eine Konzertreihe in der evangelischen Johanneskirche in Bernsdorf ins Leben gerufen. Welche Musik Konzertbesucher in diesem Jahr erwarten können, verriet der junge Kirchenchorleiter im RUNDSCHAU-Gespräch.

Herr Seidel, Sie haben die Bernsdorfer Kirchenkonzertreihe 2014 ins Leben gerufen. Haben sich Ihre Erwartungen erfüllt? Und wie wird es in diesem Jahr mit der Kirchenmusik weitergehen?
Meine Erwartungen haben sich erfüllt. Es gibt sogar schon einige Fans, die bei jedem Konzert dabei sind.

Als Organisator der Reihe und Leiter des Bernsdorfer Kirchenchores bin ich natürlich bestrebt, Abwechslung und frischen Wind in die aufwendig sanierte und schöne Bernsdorfer Johanneskirche zu bringen. In diesem Jahr werden wir fünf Konzerte anbieten. Als wir im vorigen Jahr acht Konzerte angeboten haben, haben wir einen Großteil der Besucher überfordert. Das haben wir gemerkt und wollen durch ein reduziertes Angebot eine bessere Auslastung der Veranstaltungen sowie eine höhere Qualität in den Darbietungen erreichen. Diese neue Qualität steht an erster Stelle, und so wollen wird den Erfolg der Reihe sichern.

Außerdem wollen wir auf diese Weise neue und junge sowie junggebliebene Sänger ansprechen und für alle demonstrieren, dass wir in Bernsdorf nicht nur klassisches Liedgut pflegen, sondern auch versuchen, Zeitgemäßes auszuprobieren, ohne bestehenden Gruppen das Wasser abzugraben.

Wird schon beim nächsten Konzert etwas von dem von Ihnen angekündigten frischen Wind zu spüren sein?
Am Sonntag, 21. Juni, wird es in der Johanneskirche eine geistliche Sommermusik geben. Es werden dann Werke aus aller Welt zu hören sein. Wir freuen uns, dazu ein Instrumentalensemble aus dem Senegal begrüßen zu können.

Was wird darüber hinaus auf die Besucher zukommen?
Lassen Sie sich überraschen! Aber so viel kann ich zumindest schon verraten: Am 30. August erwartet die Besucher ein Orgelkonzert mit Bearbeitungen von Bach-Werken. Ich selbst werde die Eule-Orgel der Bernsdorfer Johanneskirche "traktieren". Am 1. November haben wir das Projektensemble "Guillaume de Baldini" aus Dresden unter Leitung von Kerstin Döring zu Gast. Das Konzert "Requiem" bietet Motetten alter und neuer Meister. Das traditionelle Adventskonzert findet am 29. November in der katholischen St. Josef-Kirche zu Bernsdorf statt. Im Mittelpunkt soll die Kantate "Tausend Sterne und ein Dom" stehen. Wir wollen dazu die Großgraber mit ins Boot holen.

Robert Seidel sprach

Heinz Hirschfeld/hir1