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| 16:46 Uhr

Klein Partwitz
Frische Ideen für Klein Partwitz

Dana Kranz (34) und Sven Hoffmann (28) sind die neuen Besitzer und Inhaber des Gasthofs „Zum Anker“ in Klein Partwitz. Sie haben auch die zehn Ferienhäuser von der Familie Ittmann übernommen. Das Haus wird zukünftig „Sveda Hof“ heißen – angelehnt an die Vornamen Sven und Dana.
Dana Kranz (34) und Sven Hoffmann (28) sind die neuen Besitzer und Inhaber des Gasthofs „Zum Anker“ in Klein Partwitz. Sie haben auch die zehn Ferienhäuser von der Familie Ittmann übernommen. Das Haus wird zukünftig „Sveda Hof“ heißen – angelehnt an die Vornamen Sven und Dana. FOTO: Sascha Klein / LR
Klein Partwitz. Ein Pärchen aus Potsdam hat den Gasthof in Klein Partwitz übernommen. Es will mit einer neuen Idee durchstarten. Sein Ziel: ein Café, das es so im Lausitzer Seenland noch nicht gibt. Von Sascha Klein

Sie stehen vor einer großen Herausforderung – und sie wollen sie meistern. Dana Kranz und Sven Hoffmann sind die neuen Besitzer und Betreiber des traditionellen Partwitzer Gasthofs, der bis vor Kurzem noch „Zum Anker“ hieß. Künftig bekommt das Gebäude jedoch nicht nur einen neuen Namen, sondern auch ein völlig neues Konzept. Aus dem Gasthof wird der „Sveda Hof“, angelehnt an die beiden Vornamen der neuen Besitzer.

Dana Kranz und Sven Hoffmann sitzen im Gastraum und sind noch mitten im Ankommen. Am 5. Januar haben sie den Gasthof und die zehn Ferienhäuser von Familie Ittmann übernommen. „Wir bauen uns jetzt zunächst eine Wohnung hier im Gebäude aus“, erzählen sie. Ihr Ziel: drei Zimmer. Dafür werkelt der 28-jährige Sven Hoffmann gemeinsam mit seiner Partnerin fast rund um die Uhr. Umgezogen sind sie schon nach Klein Partwitz – zunächst jedoch in ein Provisorium. Sie schlafen im einzigen Ferienhaus mit Kamin und testen damit ihr eigenes Angebot erst einmal selbst. Buchungen wollen sie ab Februar entgegennehmen, wenn sie einen neuen Telefonanschluss haben.

Bis auch das neue Gastronomie-Angebot den ersten Selbsttest bestehen kann, werden noch einige Woche vergehen. Spätestens zu Ostern will das Paar dem Seenland ein neues Angebot schenken. Die Idee: Aus dem Gasthof wird ein Café. Das Besondere: Dana Kranz und Sven Hoffmann wollen sich auf die Lausitzer Plinse spezialisieren und stellen damit ein völlig neues Angebot im Seenland vor. Dann soll es in den einstigen Anker-Räumen Plinse in vielen verschiedenen Versionen geben – von süß bis herzhaft. Auch Varianten mit Schinken, Käse und Champignons oder auch mit Spargel seien denkbar. Daneben soll es auch verschiedene Kuchen und das bekannte DDR-Softeis geben. Warme Hauptspeisen sind derzeit nicht geplant, einen Koch will das neue Gastgeber-Paar vorerst nicht einstellen, sondern sich ganz auf den Café-Betrieb konzentrieren. Allerdings wollen Dana Kranz und Sven Hoffmann einen „Lausitzer Tisch“ anbieten – regionale Speisen, die dann auf den Tisch kommen sollen, wenn sich zum Beispiel eine Gesellschaft angesagt hat. Der Saal soll weiterhin für Familienfeiern buchbar sein. Ein Catering würden die Inhaber vermitteln.

Die 34-jährige Dana Kranz ist gelernte Kosmetikerin, war seit 2003 selbstständig und hat zuletzt auch einige Erfahrungen in der Gastronomie gemacht. „Ich habe 2016 beschlossen, die Branche zu wechseln und habe bereits im Café und im Hotel gearbeitet“, sagt sie. „Es macht mir großen Spaß, Gäste zu verwöhnen und ihnen ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern.“ Sie wird künftig diejenige sein, die die Gastronomie leitet. Ihr Partner, der gelernter Masseur ist, wird sich um die Vermietung der Ferienhäuser kümmern und ansonsten derjenige sein, der für alles Bauliche auf dem großen Areal verantwortlich ist. „Zwei linke Hände sollte man dabei schon nicht haben“, sagt er. Bisher gebe es keine Probleme: Elektrik, Wände verputzen, Streichen, Tapezieren – die Aufgaben gehen dem 28-Jährigen in den kommenden Monaten bestimmt nicht aus.

Das Paar kommt aus Potsdam und hat sich in die Lausitz verliebt. Wobei: Zunächst hatten sich Dana Kranz’ Eltern in die Region verliebt. Sie haben öfter Urlaub in der Lausitz gemacht und irgendwann entschieden: Hier wollen wir leben. Also haben sie in Bluno gebaut und sind dort im Dezember eingezogen. Tochter und Partner haben sie immer begleitet – bis es auch bei ihnen gefunkt hat. „Es ist aber auch nicht schwer, sich in die Lausitz zu verlieben“, sagt Dana Kranz.

Die Liebe zur Region wird sich auch im Saal des Gasthofs wiederspiegeln. „Wir wollen zeigen, wie sich die Lausitz verändert und den Entstehungsprozess bei uns zeigen“, sagt die Inhaberin. Im Moment entsteht mit dem Gasthof aber erst einmal ihr eigener Traum.