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Friedhofsgebühren werden angepasst

Bergen. Die Friedhofsgebühren in der Gemeinde Elsterheide werden sich mittelfristig aller Voraussicht nach ändern. Sie sollen neu kalkuliert werden. amz1

Das hat Bürgermeister Dietmar Koark angekündigt.

Das passiere spätestens dann, wenn das nächste Haushaltskonzept aufgestellt werde. In der Elsterheide, so Koark, bleibe die Zeit nicht stehen, daher müssten die Gebühren in regelmäßigen Abständen angepasst werden. Bislang könne aber noch niemand sagen, ob tatsächlich und in welcher Höhe mit Änderungen zu rechnen sei. Aktuell, so Koark, bewegten sich die Gebühren im "kulanten Bereich".

Insgesamt gibt es in der Kommune sechs Friedhöfe, davon fünf in Bewirtschaftung der Gemeinde. Die letzte Ruhestätte in Geierswalde wird von der dortigen Kirchengemeinde betreut.

Indes haben die Gemeinderäte einer Änderung der Friedhofssatzung, die aus dem Jahr 1997 stammt, bereits während der zurückliegenden Sitzung grünes Licht gegeben. Dabei geht es nur indirekt um Gebühren, vielmehr um die neue Urnenrasengrabanlage auf dem Friedhof in Bluno. Das Ensemble mit seinen zehn Grabstellen ist schon Anfang 2016 gebaut worden und inzwischen mit einem Verstorbenen belegt. Um den entsprechenden Kostenbescheid aufstellen zu können, müsse die Friedhofssatzung geändert werden. Damit gehen laut Roswitha Roßmann vom Bergener Rathaus höhere Gebühren einher.

Insgesamt schlagen die Baukosten der Blunoer Urnenanlage mit knapp 4300 Euro zu Buche. Weitere 700 Euro seien für Ersatzpflanzungen angefallen. Die Pflege des Ensembles für die kommenden 20 Jahre belaufe sich auf 10 500 Euro. In der Summe seien drei Arbeitseinsätze pro Jahr inbegriffen. Je Urnengrab komme damit eine Gebühr von 1700 Euro zustande.

Vergleichbare Anlagen auf den Friedhöfen in Nardt, Bergen, Klein Partwitz und Tätzschwitz seien bereits mit 700 Euro dabei.

Bürgermeister Koark begründet diesen großen Unterschied vor den Gemeindevertretern damit, dass das Ensemble in Bluno mit wesentlich mehr Aufwand errichtet wurde als in den anderen Orten.