Ein grausiges Bild bot sich einer Mutter (50) Anfang November 2018 in Bautzen. Als sie ihre Wohnung betrat, fand sie ihre Tochter in einer Blutlache am Boden. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod der 30-Jährigen feststellen. Sie wurde erstochen, wie die Obduktion zweifelsfrei ergab.

Der damals 32 Jahre alte Lebensgefährte der Tochter befand sich laut Polizeiangaben ebenfalls in der Wohnung der 50-Jährigen. Er hatte offenbar versucht, sich das Leben zu nehmen. Der Notarzt reanimierte den Tatverdächtigen.

Prozess beginnt in Görlitz

Nun beginnt in Görlitz der Prozess. „Die Staatsanwaltschaft hat gegen den heute 33 Jahre alten Beschuldigten aus Bautzen ein Sicherungsverfahren mit dem Ziel eingeleitet, ihn in einem psychiatrischen Krankenhaus unterzubringen“, berichtet Viola Preuß, Sprecherin des Landgerichts.

Dem Angeklagten werden vorgeworfen, seine Lebensgefährtin mit mindestens 15 Messerstichen vorwiegend im Kopf- und Halsbereich getötet zu haben. „Da das Opfer zum Tatzeitpunkt arg- und wehrlos gewesen sei, sei die Tat wegen heimtückischer Begehungsweise als Mord zu qualifizieren“, heißt es in der Prozessankündigung.

Angeklagter soll schizophren sein

Ob der Beschuldigte allerdings tatsächlich verurteilt werden kann, ist ungewiss. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er aufgrund einer paranoiden Schizophrenie nicht schuldfähig ist. „Da der Beschuldigte jedoch für die Allgemeinheit gefährlich sei, müsse dieser in einem Krankenhaus untergebracht werden“, so Viola Preuß.