Er erkannte, dass die Reflektion vom Geschirr eines Hundes ausging, der neben einer Frau lief, und leitete sofort eine Notbremsung ein. Die Hundebesitzerin und ihr Vierbeiner wurden dann im Zug bis nach Görlitz mitgenommen. Später erklärte die 21-Jährige gegenüber der Bundespolizei, sie sei in Horka in den Zug gestiegen, um nach Hause nach Görlitz zu fahren. Als sie feststellte, dass sie in die falsche Richtung fährt, stieg sie in Uhsmannsdorf wieder aus und begab sich entlang des Gleises zu Fuß nach Horka. Dort wollte sie in den richtigen Zug steigen.

Wenngleich außer einer Zugverspätung von zehn Minuten scheinbar nichts passiert ist, hat der Leichtsinn für die Görlitzerin möglicherweise strafrechtliche Konsequenzen. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr gegen sie ein.