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| 02:45 Uhr

Fragebögen lassen frühzeitig Interessenfelder erkennen

Im Gespräch mit Torsten Evers von der Universität Halle-Wittenberg informieren sich Johanna Schulisch (l.) und Sarah-Loreen Krüger über die Einschreibungsmodalitäten für die Medizin- und Jura-Studiengänge.
Im Gespräch mit Torsten Evers von der Universität Halle-Wittenberg informieren sich Johanna Schulisch (l.) und Sarah-Loreen Krüger über die Einschreibungsmodalitäten für die Medizin- und Jura-Studiengänge. FOTO: Mandy Decker/mdr1
Hoyerswerda. Im Berufsschulzentrum "Konrad Zuse" hat am Dienstag zum 6. Mal ein Studieninformationstag stattgefunden. Mindestens 800 Jugendliche informierten sich über Hochschulen, Einschreibungsmodalitäten und Studienfächer. Mandy Decker / mdr1

Genau wissen die Organisatoren der Schüleragentur für berufliche Bildung Hoyerswerda nicht, wie viele künftige Studenten am Dienstag ihr Informationsangebot genutzt haben. Dass es jedoch mindestens 800 waren, belegen die Anmeldungen für die 47 Vorträge, die in vier Zeitschienen angeboten wurden. "Jeder Interessent konnte sich für zwei Vorträge einschreiben", erklärt Projektleiterin Martina Wolf und übergibt das Wort an Schüleragentur-Geschäftsführerin Franziska Nachtigall. Die Schülerin erläutert die bedarfsorientierte Organisation des Informationstages. "Wir haben Fragebögen an die Schulen herausgegeben, in denen die Abiturienten ihre Studieninteressen vermerken konnten. Dementsprechend haben wir die Universitäten angeschrieben", erläutert Franziska. Sie freut sich über den Erfolg der Bemühungen. Denn von 30 angesprochenen Partnern sind 25 an diesem Tag dabei.

Von Stand zu Stand wandeln auch Johanna Schulisch und Sarah-Loreen Krüger. Die 17- und 16-jährigen Schülerinnen vom Lessing-Gymnasium schauen nach Angeboten für sich selbst und für die Freundin, denn ihre Interessenlagen sind unterschiedlich. Während Johanna sich im Moment, wie sie betont, für ein Medizinstudium begeistert und am liebsten Gynäkologin werden möchte, checkt Sarah-Loreen die Möglichkeiten für ein Jura-Studium. Sie möchte am liebsten Anwältin in der Rechtsabteilung eines großen Unternehmens werden.

Nach einem informativen Gespräch am Stand der TU Dresden finden sich die Mädchen bei den Studienbotschaftern der Universität Halle-Wittenberg wieder. Das Angebot der Luther-Universität ist umfassend. Für Sarahs Rechtsstudium gebe es keinerlei Einschreibungseinschränkungen. Johanna müsste sich wohl einem Medizintest unterziehen. Weil mit einem Wartejahr zu rechnen ist, schauen sich die Freundinnen auch am Stand von "Work and Travel" um. Die Möglichkeit, sich ein Jahr Zeit für Auslandserfahrungen zu nehmen, lockt die Mädchen neben aller Zukunftsplanung natürlich auch. Dienlich sei eine solche schöpferische Auszeit für künftige Bewerbungen allemal, finden sie. Und noch drängt eine Entscheidung nicht, denn die Elftklässlerinnen haben noch ein Jahr Zeit bis zu ihrem Schulabschluss.

Mit ihrem frühen Besuch des Informationstages bestätigen Johanna und Sarah-Loreen die Grundidee, mit der die RAA vor fünf Jahren das Projekt startete. "Wir wollten den Abiturienten eine Möglichkeit anbieten, sich möglichst zeitig über Studienmöglichkeiten zu informieren", sagt Martina Wolf. Das Konzept ergänze die im kommenden Jahr bereits zum 10. Mal stattfindende Ausbildungsmesse, die grundständige Berufsausbildungen im Fokus habe, so Wolf. Die Schülermitarbeiter der Agentur leisten somit einen Informationsdienst sowohl für Gymnasiasten als auch für Oberschüler und Absolventen der Lernförderschule.

Dementsprechend rekrutiert sich das zehnköpfige Team auch aus allen Schulformen. Den Anspruch einer professionellen Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung bestätigt die nachträgliche Analyse. "Wir geben Fragebögen raus, um beispielsweise zu erfahren, ob der Zeitpunkt der Veranstaltung der richtige war", sagt Franziska Nachtigall.