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| 02:45 Uhr

Foucault-Schüler präsentieren selbst geschaffene Mode und Kunst

Steven Finke präsentiert seine afrikanische Modekreation. Inspiriert wurde er dazu bei einer Afrikareise.
Steven Finke präsentiert seine afrikanische Modekreation. Inspiriert wurde er dazu bei einer Afrikareise. FOTO: Katrin Demczenko/dcz1
Hoyerswerda. Mit Modedesign, Körperbemalung, Fotografie und anderen Kunstformen haben sich acht Abiturienten in der 11. und 12. Klasse im Kunst-Leistungskurs am Foucault-Gymnasium Hoyerswerda beschäftigt. Nun präsentieren sie ihre Arbeiten im Hoyerswerdaer Schlosssaal in der Ausstellung "Mode und Modeobjekte". dcz1

Die Leiterin des Schlosses, Kerstin Noack, freute sich, den künstlerischen Nachwuchs der Stadt begrüßen zu dürfen. Schulleiter Uwe Blazejczyk lobte die Schüler für "die Vielfalt, Kreativität, Intensität und Tiefe der Arbeiten und ihren Mut, sich so auszudrücken". Außerdem dankte er der Kunstlehrerin Ines Lenke für ihr Engagement. Die Leistungskursteilnehmerin Geraldine Hüther erklärte, dass die Ausbildung in Klasse 11 mit einer Studienfahrt an die Ostsee nach Trassenheide begonnen hatte. Dort standen Körperbemalung und Naturstudien im Mittelpunkt, am Ende der 11. Klasse in der Projektwoche war es das Thema Modedesign. In Trassenheide entstanden Fotos von Treibgut, das die Schüler am Strand gefunden und künstlerisch gruppiert hatten, Skizzen, die später zu Druckgrafiken verarbeitet wurden, und bunte Ganzkörpergemälde mit passenden Schuhen, Kopfbedeckungen und Schmuck. In der Projektwoche ließen sich die Schüler von anderen Kulturkreisen wie Japan, Afrika, Griechenland oder Indien inspirieren, um fantasievolle Kleider, Schuhe und Accessoires zu entwerfen.

Steven Finke schneiderte zum Beispiel ein kaftanähnliches Gewand, das er mit afrikanischen Mustern verzierte. Zu seiner Arbeit gehören auch eine längliche Handtrommel und Sandalen aus alten Autoreifen. Die Anregungen hat er sich im Urlaub vom Volksstamm der Massai geholt. Nachdenklich habe ihn gemacht, dass diese Menschen dort Gegenstände verwerten, die hier im Müll landen.

Madlen Wenzel hat im Kunst-Leistungskurs nicht nur den Goldschmuck und die Kleidung der alten Griechen für sich entdeckt, sondern auch die Technik des Holzschnittes. Zehn Stunden hat sie an ihrem Bild "Zuneigung" gearbeitet, das 2013 schon in der Kinder- und Jugendgalerie im Lausitz-Center zu sehen war. Ihre Teilnahme am Kurs hat aber auch ihren Berufswunsch beeinflusst, denn sie will Kunstpädagogin werden. An ihrer Lehrerin Ines Lenke schätzt Madlen Wenzel, dass sie die Schüler motivieren kann und immer wieder Neues auf die Beine stellt.