Der Traum vom Wohnen auf dem Wasser soll im Lausitzer Seenland verwirklicht werden und die neue Reiseregion zwischen Berlin und Dresden einzigartig attraktiv machen. Am Dienstag wird mit dem Autartec-Haus auf dem Bergheider See (Elbe-Elster) zu Füßen des Besucherbergwerks F 60 das erste eigenversorgte schwimmende Haus präsentiert. Ein Konsortium kleiner und mittelständischer Unternehmen, wissenschaftlicher Institutionen und potenzieller Anwender entwickelt ein Baukastensystem für vom Land energetisch und raumklimatisch weitgehend unabhängig mit Energie und Wasser versorgte Gebäude. Denn geflutete Lausitzer Tagebaue sollen künftig ganze schwimmende Feriendörfer tragen.

Auf dem Geierswalder See (Landkreis Bautzen), einer Drehscheibe der Seenkette im Senftenberger Revier, ist indes ein herber Rückschlag zu verzeichnen. Hier liegen schwimmende Ferienhäuser auf dem Wasser, deren Nutzung seit den letzten extremen Herbststürmen wegen mangelnder Sicherheit und Gefahren für Leib und Leben von Feriengästen untersagt ist. Zwei der futuristischen Vorzeige-Feriendomizile hatten sich aus der Verankerung gerissen, vom Steg gelöst, waren kollidiert und abgetrieben. Die Gäste standen Todesängste aus.

Die Investoren aus Bautzen erheben schwere Vorwürfe gegen den Hersteller der Schwimmkörper und der ausbaufähigen Gebäudehülle sowie die Baugenehmigungsbehörde des Landkreises Bautzen. Diese schwimmenden Häuser seien nicht gebrauchsfähig und nur unter politischem Druck aufs Wasser gekommen.

Die schwimmenden Häuser auf dem Geierswalder See Wohnen auf dem Wasser als Lausitzer Albtraum

Geierswalde