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Hubertusjagd
Forstbezirk bläst zur Jagd - auch für den Waldschutz

Eine große Beteiligung verzeichnen alljährlich die Ansitz-Drückjagden des Forstbezirkes Oberlausitz. Am vergangenen Wochenende fand eine solche Jagd im Revier Neukollm statt, an der auch revierlose Jäger teilnehmen können und vorab eingewiesen werden.
Eine große Beteiligung verzeichnen alljährlich die Ansitz-Drückjagden des Forstbezirkes Oberlausitz. Am vergangenen Wochenende fand eine solche Jagd im Revier Neukollm statt, an der auch revierlose Jäger teilnehmen können und vorab eingewiesen werden. FOTO: Martin Steinbrenner / Sachsenforst
Bautzen/Hoyerswerda. Im Revier Neukollm gab es jetzt eine große Drückjagd.

Herbstzeit ist auch Jagdzeit. Im Forstbezirk Oberlausitz haben am vergangenen Wochenende daher große Drückjagden stattgefunden. Sowohl im Revier Hermannsdorf als auch im Revier Neukollm bei Hoyerswerda hatte der Forstbezirk Oberlausitz zwei Ansitz-Drückjagden mit mehr als 60 Teilnehmern organisiert. „Gejagd wurde vorrangig auf Rehwild, Rotwild und Schwarzwild“, teilt Julia Grote vom Bereich Öffentlichkeitsarbeit im Staatsbetrieb Sachsenforst mit.

Bei der Jagd gehe es auch darum, tragbare Wilddichten zu schaffen. Dies sei nach wie vor unerlässlich für den Waldumbau im Forstbezirk Oberlausitz. „Wichtige Ziele sind ja die Entwicklung naturnaher Waldökosysteme durch die natürliche Verjüngung unserer Hauptbaumarten sowie die Vermeidung von Verbiss- und Schälschäden und die damit verbundene Einsparung kostenintensiver Schutzmaßnahmen“, erklärt die Forstbezirksmitarbeiterin. Gerade für die, den Landeswald prägenden, Kiefernreinbestände soll unter anderen durch die Jagd die Entwicklung einer zweiten Bestandesschicht aus standortgerechten Baum- und Straucharten ermöglicht werden.

Um diese Ziele zu verwirklichen, muss der Forst bejagt werden. Der Forstbezirk Oberlausitz bietet daher auch revierlosen Jägern die Möglichkeit, einen Begehungsschein zu lösen und bei der Jagd im Landeswald dabei zu sein. Die Landeswaldreviere befinden sich im Großraum der Städte Weißwasser, Lohsa, Bernsdorf und Hoyerswerda.

Wer daran Interesse hat, sollte sich jeweils bis spätestens sechs Wochen vor Beginn des Jagdjahres - jeweils am 1. April - beim Forstbezirk Oberlausitz in Bautzen melden.

Der Forstbezirk Oberlausitz bietet das Wildbret aus den heimischen Wäldern auch zum Verkauf an – im Stück oder küchenfertig portioniert, frisch oder eingefroren. „Denn Wildfleisch ist ein echtes Naturprodukt – ein unverfälschtes Nahrungsmittel, welches kalorien- und fettarm ist und darüber hinaus reich an Mineralstoffen und Vitamin B“, erklärt Julia Grote.

Die Wild-Verkaufsstelle des Forstreviers befindet sich in Kühnicht am Kastanienweg 5b in Hoyerswerda). Sie hat jeden Mittwoch in der Zeit von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

(cw)