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| 17:48 Uhr

Feuerwehr
Ersatz für Tatra kann angeschafft werden

Wehrleiter Roland Deserno (r.) und Jörg Mucha mit dem alten Tatra, der in Knappenrode jetzt ausgedient hat.
Wehrleiter Roland Deserno (r.) und Jörg Mucha mit dem alten Tatra, der in Knappenrode jetzt ausgedient hat. FOTO: Reinhard Hoffmann
Knappenrode. Für Knappenrodes Feuerwehr erhält Hoyerswerda Fördergeld. Auch für die Berufsfeuerwehr gibt es Geld. Von Reinhard Hoffmann

Der 25. Juli 2018 wird in der Ortschronik von Knappenrode einen besonderen Platz einnehmen. Die Beigeordnete des Landkreises Bautzen, Birgit Weber, übergab Oberbürgermeister Stefan Skora einen Fördermittelbescheid für ein neues Tanklöschfahrzeug 3000 in Höhe von 129 000 Euro sowie 120 000 Euro für ein bereits in Dienst gestelltes HLF 20 für die Berufsfeuerwehr Hoyerswerda.

Seit 2010 bemühen sich die Feuerwehrleute um ihren Chef, Brandoberamtsrat Dieter Koark, um einen Ersatz für das verschlissene Einsatzfahrzeug in Knappenrode, das aus dem Jahr 1974 stammt. Der Tatra konnte nur noch aufwendig mit aus Tschechien beschafften Ersatzteilen und eigenen Reparaturleistungen betriebsbereit gehalten werden.

Der Beigeordneten ist die Erleichterung für ein Umdenken im Freistaat anzusehen, war doch der angestiegene Investitionsbedarf für die freiwilligen Feuerwehren im Landkreis auf 25 Millionen Euro angewachsen. „Es ist ein Novum, dass erstmals alle im Landratsamt eingegangenen Anträge berücksichtigt werden konnten.“

Der Knappenroder Ortswehrleiter Roland Deserno und sein Kamerad Jörg Mucha nahmen Abschied von ihrem ausgedienten Tatra. Sie sahen es mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn beide waren mit der installierten Technik sehr zufrieden und selbst der Chef der Hoyerswerdaer Feuerwehren, Dieter Koark, erinnert sich an erfolgreiche Einsätze, die er auf diesem Fahrzeug selbst gefahren ist. Die im Jahr 1919 gegründete Feuerwehr in Knappenrode hat derzeit zwölf aktive Mitglieder.

Während des kurzen Pressegesprächs laufen zahlreiche Anrufe in den benachbarten Rettungsleitstelle ein. Dieter Koark berichtet von 250 bis 300 Notfalleinsätzen innerhalb von 24 Stunden für Rettungssanitäter und Feuerwehrleute. Deshalb verabschiedet er seine Männer wieder zum Dienst nach Knappenrode mit dem Satz. „Ich hoffe, wir müssen uns nicht so bald wieder im Busch treffen.“

OB Skora hatte auch ein gewichtiges Dokument für Birgit Weber mitgebracht. Er übergab der Beigeordneten die langwierig errungene Baugenehmigung für die Energiefabrik Knappenrode – ein weiterer Grund für den besonderen Platz des 25. Juli 2018 in der Ortschronik.