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| 16:21 Uhr

Flüchtlinge beenden Hungerstreik vor dem Asylbewerberheim

Vor dem Hoyerswerdaer Asylbewerberheim sind insgesamt achtzehn Männer aus Syrien und dem Irak am gestrigen Dienstag in den Hungerstreik getreten. Sie protestieren damit gegen die langen Bearbeitungszeiten ihrer Asylanträge. Etwa die Hälfte der Männer lebt bereits seit mehr als einem Jahr in Hoyerswerda, manche erst seit einigen Monaten. Bis sie Klarheit darüber haben, ob sie in Deutschland bleiben können oder nicht, soll der Streik andauern. Lausitz Seite 2
Vor dem Hoyerswerdaer Asylbewerberheim sind insgesamt achtzehn Männer aus Syrien und dem Irak am gestrigen Dienstag in den Hungerstreik getreten. Sie protestieren damit gegen die langen Bearbeitungszeiten ihrer Asylanträge. Etwa die Hälfte der Männer lebt bereits seit mehr als einem Jahr in Hoyerswerda, manche erst seit einigen Monaten. Bis sie Klarheit darüber haben, ob sie in Deutschland bleiben können oder nicht, soll der Streik andauern. Lausitz Seite 2 FOTO: Sophie Bartholome
Hoyerswerda. Nach etwa einer Woche haben die Männer vorwiegend aus Syrien ihren Hungerstreik vor dem Asylbewerberheim in Hoyerswerda vorläufig ausgesetzt. Seit Dienstag haben sie gegen die langen Bearbeitungszeiten ihrer Asylanträge protestiert. sob

Etwa die Hälfte lebt bereits seit über einem Jahr in Hoyerswerda. Die Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der Fraktion Die Linke, Caren Lay, unterstützt die Forderungen der Flüchtlinge. "Asyl ist Menschenrecht. Dazu gehört auch ein zügiges und faires Asylverfahren. Dass sich die Geflüchteten fast eine Woche in einen Hungerstreik begeben haben, ist ein Alarmsignal, das nach Konsequenzen ruft", so Caren Lay. Diese Form des Protestes sei außerdem ein Ausdruck der psychischen Belastung der Asylsuchenden und ein Zeichen dafür, wie sehr sie unter der Ungewissheit leiden. Nur mehr Personal könne hier Abhilfe schaffen. Die vom Bund zur Verfügung gestellten zusätzlichen Stellen beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) müssten zügig besetzt werden.

Mitglieder des Bürgerbündnisses "Hoyerswerda hilft mit Herz"

hatten sich mit der zuständigen Behörde in Verbindung gesetzt. Auch hier wurde auf die Personalsituation verwiesen. Bis Ende 2015 werden weitere 1000 Mitarbeiter beim Bundesamt eingestellt.