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Flixbus bekennt sich weiter zum Halt in Hoyerswerda

Hoyerswerda. Der Flixbus ist in Hoyerswerda angekommen – im direkten und übertragenen Sinne. Denn als Patrick Kurth, Leiter Politik bei Flixbus, über die Altersstruktur der Fahrgäste berichtet, die in Hoyerswerda zusteigen, kommt gerade der Flixbus Richtung Prag an die Haltestelle. Sascha Klein

Vorbei am Busbahnhof am Lausitzer Platz, hin zum Haltepunkt neben der Lausitzhalle. Patrick Kurth schaut in den Bus - etwa 60 Prozent Auslastung. Er ist zufrieden. In Hoyerswerda steigt jedoch weder jemand aus noch zu.

"Der Renner in Hoyerswerda ist ganz klar die Verbindung nach Berlin", sagt er. Genaue Daten möchte das Unternehmen aus Wettbewerbsgründen jedoch nicht nennen. Für den Branchenriesen, der nach eigenen Angaben 1200 Ziele ansteuert, lohnt sich der Weg nach Hoyerswerda. Vor allem Ältere nutzen die Möglichkeit, in der Lausitz ein- und in der Berliner City wieder auszusteigen: "61 Prozent der Fahrgäste aus Hoyerswerda sind über 50 Jahre alt", sagt Kurth. Neben dieser Altersgruppe nutzen vor allem Studenten, Azubis und Personen mit wenig Geld den Fernbus. Flixbus wolle bewusst eine Konkurrenz zum Auto sein.

Zwei Linien lässt das Unternehmen derzeit im Fernverkehr durch Hoyerswerda rollen - nach Berlin und nach Prag. Bei der Strecke nach Prag werde es vermutlich eine Änderung geben, sagt Kurth. Sie sei nicht so nachgefragt wie die Berliner. Eine Erweiterung des Angebots für die Hoyerswerdaer Region ist bislang nicht vorgesehen. Was sich der Flixbus-Verantwortliche jedoch vorstellen kann: In Berlin könnte in Zukunft mehr Werbung für das Lausitzer Seenland gemacht werden, damit nicht mehr nur Lausitzer in die Hauptstadt fahren, sondern auch Hauptstädter das Lausitzer Seenland kennenlernen. Das sei jedoch noch Zukunftsmusik.