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Film ab! Kino-Eröffnung am 1. Juni

Die Mitglieder des Vereins Kino Café Rietschen haben wochenlange Arbeit hinter sich. Als zweiten Film wollen sie nach der Eröffnungswoche "Ein Dorf sieht schwarz" zeigen.
Die Mitglieder des Vereins Kino Café Rietschen haben wochenlange Arbeit hinter sich. Als zweiten Film wollen sie nach der Eröffnungswoche "Ein Dorf sieht schwarz" zeigen. FOTO: Christian Köhler
Rietschen. Seit Anfang Mai werkelt und repariert der Verein Kino Café Rietschen im Filmtheater des Ortes. Das Haus wird am 1. Juni wiedereröffnet - zur Freude der Rietschener. Christian Köhler

Das Kino in Rietschen ist den Einwohnern wichtig. Das spürt man nicht nur, wenn man sich mit den Einwohnern unterhält, sondern es zeigt sich an der tatkräftigen Unterstützung, die dem Verein Kino Café Rietschen zuteil wird. "Wir haben in diesem Monat damit begonnen, das Kino auf Vordermann zu bringen", erzählt Vereinsvorsitzende Simone Schmidt. Immerhin ist der Verein mit seinen 65 Mitgliedern nun Betreiber und will dem ehrwürdigen Kino wieder Leben einhauchen. Es war seit Anfang des Jahres geschlossen.

"Es wird nicht alles anders sein, sondern es wird unser Rietschener Kino bleiben", sagt Vereinsvize Samuel Petterson. Unmengen Sperrmüll, der sich im Laufe der vergangenen 50 Jahre im Gebäude angesammelt hat, hat der Verein inzwischen beräumt. Noch immer wird geräumt, geschraubt und gereinigt, sodass das Haus blitzblank für die Gäste geöffnet werden kann.

Bis zur Neueröffnung am 1. Juni bleibe aber noch allerhand zu tun. Der Verleihbetrieb müsse im Hintergrund organisiert, Waren beschafft und der Einlass sichergestellt werden. Die Neueröffnung ist aber nicht nur etwas für Kinogänger - am Abend wird ab 19.30 Uhr der Streifen "La La Land" gezeigt - sondern am Kindertag wird den Kleinen Gästen bereits am Nachmittag rund um das Kino etwas geboten. "Wir haben ein Kinderprogramm und eine Hüpfburg vorbereitet", deutet Simone Schmidt an. Und ab 17 Uhr wird ein Kinderfilm ("Überflieger - Kleine Vögel, großes Geklapper) gezeigt.

Ohnehin wolle der Verein stärker Angebote für die kleinen Gäste unterbreiten, wie Samuel Petterson erklärt. Gerade Schulen und Kindergärten sollen davon profitieren. "Außerdem wollen wir die Spielzeiten an den Kinotagen um eine halbe Stunde vorverlegen", berichtet Simone Schmidt. Das hätten mehrere Kinogänger dem Verein angeraten. So beginnen alle Filmvorführungen von Freitag bis Montag sowie am Mittwoch um 19.30 statt 20 Uhr.

Ab September will der Verein zudem einmal im Monat eine Flimmerstunde mit Filmen anbieten, die keine "Blockbuster" sind. "Mit rein kommerziellen Filmen können wir als kleines Kino nicht überleben", erklärt Samuel Petterson mit Blick auf die Konkurrenz der großen Spielhäuser im entfernteren Umland.

Unterdessen freut sich auch Bürgermeister Ralf Brehmer (Freie Wähler), dass der Kinobetrieb nach einem halben Jahr Pause wieder beginnt. "Wir sind am Ende noch gut mit ehemaligen Betreiber auseinandergegangen", sagt er. Er bedanke sich noch einmal bei Helmut Fechner und Ingolf Schulz, dass sie über Jahrzehnte hinweg den Kinobetrieb aufrechterhalten haben.

Unterdessen hat die Wohnungsbaugesellschaft (WGR) als Eigentümerin das Ingenieurbüro Ussat laut Ralf Brehmer mit den Planungen für die Renovierung des Kinos beauftragt. "Ziel soll sein, dass wir das Kino für die Zukunft erhalten", sagt Ralf Brehmer.

www.kino-cafe-rietschen.de

www.facebook.com/Kino-Caf é-

Rietschen

Zum Thema:
Mit Mitteln aus dem KSP-Förderprogramm (Kleine Städte und Gemeinden - überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke) wollen die Gemeinde und die WGR das Kino in Schuss bringen. Laut Bürgermeister ist für das Jahr 2017 angestrebt, nicht baugenehmigungspflichtige Arbeiten wie die Dachsanierung durchzuführen. Ziel der Gemeinde ist es, die Anbauten rings um das Kino abzubrechen. Es habe bereits erste Gespräche mit dem Verein, der WGR und der Gemeinde dazu gegeben.