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| 14:11 Uhr

Zoo Hoyerswerda
Kinder sorgen für Abwechslung bei Zootieren

 Tuula, Thea und Mark (v. r.n. l.) befüllen den Spinner für die Haubenkapuziner.
Tuula, Thea und Mark (v. r.n. l.) befüllen den Spinner für die Haubenkapuziner. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Die Haubenkapuziner im Hoyerswerdaer Zoo haben ein neues nahrhaftes Spielzeug. Tuula, Thea und Mark überreichten es ihnen. Von Katrin Demczenko

Nicht nur Menschen, auch Zootiere können sich langweilen und brauchen dann Beschäftigungsangebote. Das ist eine Aufgabe der Tierpfleger. Das haben die Gäste der ersten Familienführung des Ferienprogramms von Zooschulleiterin Silke Kühne erfahren. Die Kinder durften die Bewohner im Raubtier-, Vogel- und Huftierrevier  beobachten und füttern. Höhepunkt war, selbst Beschäftigungen vorzubereiten und teilweise in die Gehege zu bringen.

Zuerst erhalten die elegant schwimmenden Schwarzen Teufelsrochen im Tropenhaus von Tuula und ihrer jüngeren Schwester Thea Muscheln als Leckerei. Die Mädchen aus Trier besuchen in Hoyerswerda ihre Oma.
Danach darf der elfjährige Mark dem Kugelgürteltier Günther dessen Lieblingsspeise Insekten und Würmer ins Gehege bringen und erklärt, dass nur Jaguare den Panzer dieser Tiere knacken können. „Das stimmt“, bestätigt Silke Kühn.
Als Mark zwei kleine Mäuse durch das Gürteltiergehege rennen sieht, sagt die Zooschulleiterin, dass sie Krankheiten übertragen können. Um solche Fälle kümmert sich ein Schädlingsbekämpfer.
Den Bärenbrüdern Bengt und Björn werfen die Kinder lecker gefüllte schmalen Papprollen ins Gehege. „Wir haben Zucchini-, Gurken-, Apfelstücke und etwas Honig reingetan“, erklärt Mark. Die Braunbären fressen täglich bis zu 20 Kilogramm Fleisch, Fisch, Eier, Obst sowie Gemüse, haben aber auch schon gemeinsam eine zugeflogene Ente erjagt, die unbedarft im Schlossgraben schwamm. „Es sind eben Raubtiere“, so Silke Kühn.

Die Haubenkapuziner aus der Gattung der Kapuzineraffen dürfen ein ihnen noch unbekanntes Spielzeug erstmals ausprobieren, das die Kinder sofort an einen Fidget Spinner (ein kleiner Handkreisel) erinnert. Viel größer und aus Holz hat es ein Tierfreund für den Zoo gebaut, wobei er auf die drei drehbar gelagerten Flügel von oben befüllbare Näpfe montierte. Dort hinein gaben die Kinder Rosinen, Hundepellets, gekochten Reis sowie andere Leckereien und verschlossen die Öffnungen mit stabilen Pappstücken.
Die Zooschulleiterin bringt das neue Spielzeug mit ihren begeisterten Helfern in den Käfig, wo sie es gemeinsam an einem Ast aufhängen. Kinder und Eltern warten gespannt darauf, wie die Tiere reagieren. Schnell entdeckt ein Weibchen, wo sich das Futter befindet und von einem benachbarten Ast kann sie es erreichen. Dass sich das Spielzeug bewegt, stört den Affen nicht und die Pappe entfernt er sehr schnell. „Wir müssen die Näpfe anders verschließen“, folgert Silke Kühn, damit die Tiere länger mit dem Öffnen zu tun haben.

Tuula und Thea finden es interessant, so viele verschiedene Tiere füttern und beschäftigen zu dürfen. Am 7. August um 14 Uhr wird diese besondere Zooführung wiederholt. Interessenten müssen sich vorher anmelden.