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| 17:18 Uhr

Zirkusworkshop
Ferienfreude und Training erleben junge Artisten auf der Jugendfarm

Georg Gressler übt mit Maria und Richard.
Georg Gressler übt mit Maria und Richard. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Täglich konzentriert üben müssen die 35 Teilnehmer des Herbstferienworkshops „Lausitzer Jumping Smileys“, denn nur dann wird ihnen ihre Abschlussshow am Freitag, 16 Uhr, auf der Kinder- und Jugendfarm Hoyerswerda vor Eltern und Freunden gelingen. Von Katrin Demczenko

Die Sieben- bis 18-Jährigen proben dafür im Zirkuszelt mit Jugendfarm-Leiterin Liane Semjank Kugellaufen und andere zirzensische Künste. Trainer Thomas Dieß arbeitet mit der Parterre­-Akrobatikgruppe. Die HipHopper sowie die Trommelgruppe Krabatz der Jugendfarm treten Freitag ebenfalls auf.

Tamás Markó lehrt ältere Schüler das Spiel mit dem Diabolo. Der elfjährige Florian hat eine gute Auge-Hand-Koordination und hatte deshalb schnell heraus, wie das Jongliergerät sicher auf der Schnur rotiert. Mit diesen Grundkenntnissen beherrscht er schon nach zwei Tagen Tricks wie den „Fahrstuhl“, das heißt, der Diabolo „fährt“ mit viel Geschwindigkeit an der Schnur aufwärts und den „Knoten“. Hierbei bewegt der Hoy­erswerdaer die Schnur wie von Geisterhand hin und her, hinauf und hinunter und das Jongliergerät rotiert, ohne herunter zu fallen. Bei einem Schulworkshop habe er das Diabolo ausprobiert, Lust bekommen und sich bei den „Lausitzer Jumping Smileys“ gemeldet, erzählt der Gymnasiast.

Vier Mädchen üben mit Tamás Markó eine Diabolo-Nummer, bei der sie sich das Gerät von Schnur zu Schnur zuwerfen und jede auch solistisch auftritt. Bisher hat die 15-jährige Lea immer mit dem Stab jongliert und nun freut sie sich auf ihre erste Diabolo-Darbietung. Die Nummer wird nicht nur am Freitag, sondern auch im Advent im Lausitzcenter und zum Weihnachtsmarkt in der Altstadt gezeigt, erzählt die Schülerin.

Aus eigenen Ideen ein Auftrittsprogramm mit Stäben kreieren, damit waren die Viertklässler Maria und Richard unter der Obhut von Georg Gressler aus Dresden beschäftigt. Richard hatte Tricks auf einem Youtube-Video gesehen, die er mit Maria probte. Wenn jeder seinen Stab wirft und gleichzeitig den des Partners auffangen will, ist das nicht so einfach, stellten die Kinder fest. Wenn beide aber ihren Stab in der gleichen Hand  rotieren lassen oder hochkant auf demselben Finger balancieren, ist das leichter und kann auch synchron erfolgen. Die Schüler sollen ihre Stärken entdecken, einbringen und sich vor anderen präsentieren, benennt Georg Gressler Ziele, die er mit seiner Arbeit verfolgt.

Die Diabolo- und Stabspieler der „Lausitzer Jumping Smileys“ nutzen die Turnhalle der Christlichen Schule Johanneum Hoyerswerda, die ein Projektpartner der Jugendfarm bei der Zirkusarbeit ist. Finanziert wird der Herbst- und der folgende Frühlingsferienworkshop 2019 aus dem Programm „Kultur macht stark - Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, genauer aus dem Unterprogramm „Künste öffnen Welten“.