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Pilzberatung
Felix Höhne ist Junior-Pilzberater

Felix Höhne aus Lohsa präsentiert einen prächtigen Steinpilz. Foto: amz1
Felix Höhne aus Lohsa präsentiert einen prächtigen Steinpilz. Foto: amz1 FOTO: amz
Lohsa/Kreba. Ein 14-jähriger Lohsaer klärt Erwachsene über essbare und giftige Exemplare auf.

Wer in der Oberlausitz einen Pilzberater aufsucht, trifft meist auf ältere Männer und Frauen. Anders dagegen im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft: Felix Höhne zählt gerade mal 14 Jahre, ist Schüler an der Lohsaer Oberschule und neuerdings Pilzberater.

„Ich habe in diesem Herbst bereits an fünf Pilzausstellungen des Reservates teilgenommen“, erzählt der Lohsaer. „Pilze sind ziemlich geheimnisvolle Wesen. Und ich will meinen Horizont erweitern“, erklärt der Jugendliche seine Intention. 30 Arten der Sporengewächse kenne er bereits sicher.

Während der jüngsten Ausstellung im Rahmen des Fischerfestes an der Schwarzen Lache bei Kreba-Neudorf hatten die Ranger mit ihren Helfern mehr als fünfmal so viele verschiedene Arten zusammengetragen.

Felix Höhne sagt, dass derzeit vor allem der Grünling im Mittelpunkt des Interesses vieler Pilzsammler stehe. „Den Leuten sage ich, dass diese Gewächse Gift enthalten, das der Körper nicht abbauen kann. Und in diesem Jahr gibt es besonders viele Grünlinge.“

Seit rund einem Jahr ist Felix Höhne als Junior-Ranger im Biosphärenreservat aktiv. Bereits zuvor hatte er sich in der Friedersdorfer Naturschutzgruppe engagiert. Der Lohsaer will nicht ausschließen, später mal einen grünen Beruf zu ergreifen. Doch bis dahin sei ja noch Zeit.

Die „richtigen“ Ranger Herbert Schnabel und Peter Ulbrich sind jedenfalls heilfroh, eine Nachwuchskraft für die immer sehr gut besuchten Pilzausstellungen gefunden zu haben. „Endlich mal jemand, der aus eigenem Interesse zu uns gekommen ist. Die meisten Pilzberater sind ja schon in einem gesetzteren Alter“, sagt Peter Ulbrich. „Und der Felix hat wirklich Talent dafür“, pflichtet Herbert Schnabel bei.

Kurios: Pilze zählen bei Felix Höhne allerdings nicht unbedingt zu den Leibgerichten. „Ich esse zwar hin und wieder mal gern Steinpilze, muss das aber nicht täglich haben“, so der junge Experte für Sporengewächse.