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| 15:22 Uhr

Diskussion um den Wolf
Der Wolf kommt nicht ins Bundesjagdgesetz - Lausitzer FDP-Abgeordneter übt Kritik

Hoyerswerda/Berlin. Der Vorstoß der FDP, den Wolf ins Bundesjagdgesetz aufzunehmen, hat einen Dämpfer bekommen. Die Mehrheit ist dagegen. Deshalb übt der Lausitzer Bundestagsabgeordnete Torsten Herbst nun Kritik. Es dürfe nicht nur den Wolfsschutz geben, sondern auch den Schutz von Weidetieren. Von Sascha Klein

Der Lausitzer Bundestagsabgeordnete Torsten Herbst (FDP) hat Linke, Grüne, CDU und SPD für die ablehnende Haltung, den Wolf ins Bundesjagdgesetz aufzunehmen, kritisiert. Die Wiederansiedlung des Wolfs sei zwar ein großer Erfolg für den Natur- und Artenschutz. „Klar ist aber auch, dass eine sich rasch vermehrende Raubtierart ohne natürliche Feinde zukünftig eine Regulierung über das Jagdrecht braucht“, so Herbst. In Teilen Sachsens und Brandenburgs gebe es die höchste Wolfsdichte in ganz Europa. „Tierschutz bedeutet für uns nicht nur Wolfsschutz, sondern auch den Schutz von Weidetieren“, sagt Herbst weiter, der im September 2017 als Kandidat im Wahlkreis Bautzen I in den Bundestag eingezogen war. Angesichts der steigenden Wolfspopulation müssten die berechtigten Sorgen der Bevölkerung und auch der Tierhalter endlich ernst genommen werden, betont der FDP-Politiker. Die massiv zunehmenden Schäden bei Weidetieren wie Schafen und Ziegen erforderten ein Handeln. „Die Aufnahme des Wolfs in das Bundesjagdgesetz wäre ein erster Schritt, um Artenschutz und Tierschutz in Balance zu bringen“, sagt Herbst.

FDP-Bundestagsabgeordneter Torsten Herbst fordert neben dem Wolfsschutz auch einen Schutz für die Weidetiere. Er kritisiert das Nein von CDU, SPD, Linken und Grünen zur Aufnahme des Wolfs in das Bundesjagdgesetz.
FDP-Bundestagsabgeordneter Torsten Herbst fordert neben dem Wolfsschutz auch einen Schutz für die Weidetiere. Er kritisiert das Nein von CDU, SPD, Linken und Grünen zur Aufnahme des Wolfs in das Bundesjagdgesetz. FOTO: Sascha Klein