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Faszination Bernstein – ein Mitmach-Angebot

Bernsteinausstellung in der Energiefabrik Knappenrode.
Bernsteinausstellung in der Energiefabrik Knappenrode. FOTO: Energiefabrik
Knappenrode. Die Energiefabrik Knappenrode lädt am Sonntag ab 10 Uhr zu einem besonderen Abenteuer ein: Das familienfreundliche Angebot in den Schulferien ist überschrieben mit "Experiment.Bernstein" – eine fachkundige kurzweilige Führung und ein Bernsteinlabor erwarten die Gäste. red/gro

Hier wird gemeinsam den physikalischen und chemischen Eigenschaften des Bernsteins nachgegangen. Für sammel- und lesebegeisterte Besucher hält der Museumsshop ein spezielles Angebot vor.

Kälte, Schnee und trübe Tage. Der Alltag beginnt und endet im Dunkeln. Das ist der Lauf der Jahreszeiten. Ein knackiger Winter gehört dazu. Kaum vorstellbar, dass es je anders war. Und dennoch wissen wir, das Gold der Lausitz stammt aus Biomasse Jahrmillionen alter Wälder. Tropisches Klima herrschte vor. Bernsteine gewähren einen Blick in diese längst vergangenen Zeiten. In ihren Farb- und Materialvariationen lassen sie die Herzen der Finder, Betrachter und Sammler höher schlagen. Kunstvoll verarbeitet oder gar mit einem Einschluss, einem erdgeschichtlichen Fingerabdruck versehen, geht von ihnen eine große Faszination aus. Tränen der Götter nannten die alten Ägypter diesen Stein. Pharaonen ließen ihn vom anderen Ende der Welt beschaffen. Nur Eliten war er lange Zeit vorbehalten. Die nordischen Völker nannten ihn Brennstein. Die Bernsteinstraße verband die Handelszentren des Ostseeraumes mit den Völkern des Mittelmeeres. Aber auch die Neuzeit verarbeitet ihn. In der Pharmazie, der Kosmetik, der Verfahrenstechnik, der Schmuckherstellung bis hin zur Esoterik findet Bernstein seinen Absatz. Eine von Wilfrid Sauer (VFMG Ostsachen e.V.) kuratierte kleine Sonderausstellung beschäftigt sich in Ergänzung zur Präsentation "Schätze der Erde" mit dem interessanten Material.

Ausstellung "Bernstein - Tränen der Götter": täglich (außer montags) 10 bis 18 Uhr

"Experiment.Bernstein": Sonntag, den 19. Februar, 10 Uhr (Labor im Seminarraum des Besucherzentrums. Um Anmeldung wird gebeten, da die Platzkapazität begrenzt ist.