Es werden volle Wettkampftage auf dem Sportplatz am Mühlweg in Lohsa, der zur Freude der Lohsaer Sportler zwar extra für das Event, aber doch in nachhaltiger Art und Weise wieder hergerichtet wurde. Jeweils um 8.30 Uhr starten die Prüfungen am Samstag und Sonntag.

Los geht es aber schon am heutigen Freitag um 18.30 Uhr mit einem Probeschutzdienst und der feierlichen Eröffnung, in der der sagenhafte Krabat die Startnummern ziehen wird. Denn die Lohsaer möchten ihren Gästen weit mehr bieten, als nur eine spannende Leistungsschau des vermutlich dienstbeflissenen Hundes im weiten Feld der Arten und Rassen. So wie der Verein es in tatkräftiger Zusammenarbeit mit der Gemeinde und Einwohnern schon bei der Landesmeisterschaft 2004 und der FCI-Weltmeisterschaftsqualifikation 2006 organisiert hatte, wird auch diese Meisterschaft Volksfestcharakter haben. Dank vieler Sponsoren braucht am ganzen Wochenende niemand Eintrittsgeld in der Tasche zu haben.

Wie hoch die Motivation ist, zeigte am Mittwoch der Aufbau des Festzeltes, an dem sich neben den Gebrauchshundeführern viele Mitglieder der allgemeinen Hundesportabteilungen des Hundeclubs Lohsa beteiligten. Das Programm der drei Veranstaltungstage hält ein Kinderunterhaltungsprogramm mit Hüpfburg und Ponyreiten sowie einen unterhaltsamen kulturellen Rahmen bereit. Am Samstag tritt ab 20 Uhr die Partyexpressband auf.

In der Mittagspause am Sonntag tanzen von 12 bis 12.30 Uhr die Tanzbienchen und ihre großen Schwestern von der Teens-Tanzgruppe des Heimatvereins. Etwa um 14.30 Uhr jazzt die Bigband der Bläser des St. Petri Doms Bautzen den Sportplatz, bevor gegen 15 Uhr unter anderem Staatssekretärin Andrea Fischer in ihrer Funktion als Schirmherrin die Siegerehrung vornehmen wird.

So soll jedem Besucher ein passendes Angebot gemacht werden. Jenen, die sich für den Hundesport begeistern und jenen, die sich von der Geselligkeit oder dem Charme der umliegenden Seenlandschaft anlocken lassen. Seit Wochen, so berichtet der Vereinsvorsitzende Udo Witschas, kommen Teilnehmer der Landesmeisterschaft in die Region, um ihre Hunde vorab mit dem Ort des Geschehens bekannt zu machen. Das sei wichtig, um die Konzentration der Tiere vom unbekannten Terrain auf ihre Aufgaben zu lenken.

Seit acht Wochen schon trainieren er und Peter Rössel ihre Hunde Unox vom Balaktal und Immo vom Weißeritztal ausschließlich auf dem Sportplatz. Beide treten für den Hundeclub Lohsa an und haben sich als einzige Teilnehmer aus Ostsachsen für den LGA qualifiziert. Nur zum Fährtentraining geht es hinaus in die Lausitzer Heide- und Teichlandschaft. Denn diese Disziplin wird auch am Wochenende im Gelände ausgetragen.

Hoffnung auf einen Pokal machen die beiden Lohsaer Hundeführer sich eher nicht. "Dafür fehlen uns Trainingszeit und Wettkampfroutine", schätzt Udo Witschas für sich und seinen dreijährigen Unox ein. Oberstes Ziel sei es, in allen drei Disziplinen zu bestehen.