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| 15:45 Uhr

Neue Bürgersprechstunde in Lauta
Etwas Skepsis bleibt in Lauta

Die geplante Sanierung der Schule in Laubusch für mehr als acht Millionen Euro wird offenbar von manchem Lautaer mit Skepsis betrachtet.
Die geplante Sanierung der Schule in Laubusch für mehr als acht Millionen Euro wird offenbar von manchem Lautaer mit Skepsis betrachtet. FOTO: Anja Guhlan
Lauta. Besorgte Bürger wenden sich mit ihren Problemen bei der Bürgersprechstunde an den CDU-Stadtverband in Lauta. Beherrschendes Thema: die geplante Schulsanierung

Der CDU-Stadtverband hat jüngst erstmalig zu einer Bürgersprechstunde in die Sachsenstube in Lauta eingeladen. Damit soll laut dem Stadtverbandsvorsitzenden Andreas Weber eine zusätzliche Möglichkeit für Bürger geschaffen werden, sich mit kommunalen Vertretern über kommunale Themen auszutauschen.  Zur ersten Bürgersprechstunde des CDU Stadtverbandes haben sich vier Bürger eingefunden. Fast der komplette CDU-Stadtverband war anwesend. Das beherrschende Thema bei der Bürgersprechstunde ist die geplante Schulsanierung in Laubusch gewesen.

Zumindest die anwesenden Bürger sind allesamt besorgt über die derzeitige Situation. Wie jüngst in der Stadt Lauta bekannt wurde, werde jetzt der Umbau der Schule am Markt in Laubusch um 2,9 Millionen Euro teurer. Die Kosten steigen somit auf 8,3 Millionen Euro. Während die Lautaer Stadträte mehrheitlich hinter dem Vorhaben stehen, beäugt der CDU-Stadtverband das Vorhaben von Anfang an skeptisch. So sehen das auch einige Bürger und Besucher der Sprechstunde: „Die Schulsanierung soll generell unseren Kindern zugute kommen. Ich habe aber den Eindruck, dass nicht viel über Kinder geredet wird. Vielmehr habe ich den Eindruck, dass man sich mit der Schulsanierung ein Denkmal setzen will“, äußert sich Volker Voigt aus Torno. Bürger sowie CDU-Stadtverband vermuten, dass es nicht bei dem aktuell genannten Kostenrahmen bleiben wird. „Solch ein Umbau könnte am Ende locker zehn Millionen kosten. Das Ende vom Lied wird eine Verschuldung der Stadt sein“, schimpft Voigt. Auch Jan Schulze aus Lauta meint: „Wenn die Schulsanierung zu einhundert Prozent durchgebracht wird, bleibt am Ende kein Geld mehr übrig für zum Beispiel marode Straßen oder andere wichtige Aufgaben.“ Die vier anwesenden Bürger wollen in der Sprechstunde ihre Meinung kuntun. Sie sind derzeit nicht zufrieden und wollen daher die Ansicht des CDU-Stadtverbandes unterstützen.

Andreas Weber ist erst einmal erfreut darüber, dass Bürger die Sprechstunde genutzt haben. Er ahnte schon, dass die geplante Schulsanierung ein bedeutendes Thema sein werde. „Wir leben in einer Demokratie. Die Mehrheit hat sich nun mal für die geplante Sanierung ausgesprochen. Das muss ich akzeptieren, aber ich muss es noch lange nicht gut finden“, meint Weber. Michael Rischer geht sogar noch weiter und meint: „Das ist eine glatte Fehlentscheidung.“ Auch das Laubuscher Kulturhaus, das im Zuge der Schulsanierung durch die Bestimmungen der Fördertöpfe gleich mit saniert werden soll, bezeichnet Michael Rischer als „trojanisches Pferd“. Er glaubt auch, dass die letztendlich sanierte Schule nur wenigen Bürgern der Stadt zugute kommt. Aus seiner Sicht hätte man sich Projekten widmen sollen, die mehr Bürger erreichen.

Am Ende wurden eine Stunde lang Meinungen über die geplante Schulsanierung ausgetauscht. „Gerne wollen wir die Umsetzung von Bürgersprechstunden aufleben lassen“, meint Andreas Weber. Über den jeweiligen Rhythmus, in dem weitere Termine angeboten werden, müsse noch entschieden werden. Diese Bürgersprechstunden unter CDU-Regie war zumindest eine Premiere.