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Lausitzer Seenland
Etwas Abschiedsstimmung am Partwitzer Hof

„Oh es riecht gut. . .“ Beim Weihnachtsmarkt auf dem Partwitzer Hof lud Maria Pech (l.) wieder in die Kinder-Backstube ein. Auch die neunjährige Benita schnupperte begeistert am Selbstgebackenem.
„Oh es riecht gut. . .“ Beim Weihnachtsmarkt auf dem Partwitzer Hof lud Maria Pech (l.) wieder in die Kinder-Backstube ein. Auch die neunjährige Benita schnupperte begeistert am Selbstgebackenem. FOTO: amz / Torsten Richter
Klein Partwitz. Im Januar geht der langjähriger Pächter der Gaststätte am See. Letzte Neujahrswanderung am 7. Januar.

Das Jahr neigt sich dem Ende - und damit auch eine Ära im Bereich Gastronomie am Partwitzer See. Im neuen Jahr schließt der Partwitzer Hof seine Pforten. „Nach der Neujahrswanderung am 7. Januar, die nach Lieske führt, ist für mich Schluss“, erklärt der Hof-Gastronom Christoph Pech. Allerdings gebe es Interessenten, die seine Nachfolge antreten wollen. Wenn alles klappt wie vorgesehen, soll der Partwitzer Hof im März wieder eröffnen. Wer der neue Betreiber sein wird, will Pech zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht preisgeben. Nur so viel: Der Neue solle in der Region nicht ganz unbekannt sein.

Zumindest ein Teil der jetzt noch in der Gaststätte Angestellten könne übernommen werden. Und noch etwas sagt Pech: „Ich übergebe die Wirtschaft mit der Maßgabe, dass das bisherige Angebot erhalten bleibt.“ Auch am bäuerlich-rustikalen Ambiente solle sich vorerst nichts ändern.

Seit dem Jahr 2003 betreibt Christoph Pech den Partwitzer Hof. In den fünf Jahren zuvor, das Lokal gibt es seit 1998, wechselten häufig die Wirte. Über den Sommer beschäftigte der jetzt 57-Jährige, dessen aktueller Pachtvertrag noch bis ins Jahr 2023 laufe, bis zu 15 Leute, im Winter drei bis vier Angestellte. Hauptgrund für seinen Rückzug sei der massive Personalmangel. Im Partwitzer Hof fehlten nicht nur zwei Köche, sondern auch mehrere Kellner. Es sei kaum noch möglich, Mitarbeiter für diese Arbeit an Wochenenden, Feiertagen und abends zu finden.

Christoph Pech sucht eigenen Angaben zufolge in der Region eine neue berufliche Herausforderung.

Am Wochenende fand am Partwitzer Hof nun der vorerst letzte Weihnachtsmarkt statt. Die Besucher quittierten den sich anbahnenden Wechsel mit Bedauern. „Manche Gäste haben Abschiedsgeschenke mitgebracht, andere kommen mit Tränen in den Augen“, berichtet Christoph Pech gerührt. Und so lag über dem Partwitzer Weihnachtsmarkt diesmal auch ein Hauch von Wehmut

(amz)