Das erste Holzhaus steht bereits, auch wenn es sich "nur" um eine Bauunterkunft handelt. Bauherr ist ein Investor aus Dresden. Hans-Christian Heier von der Impro Immobilienverwertung GmbH hatte bereits im Jahr 2008 ein sieben Hektar großes Grundstück am See erworben. Im darauffolgenden Jahr stellte die Gemeinde Elsterheide den entsprechenden Bebauungsplan auf.

Entstehen soll ein Sport-, Jacht- und Ferienressort, das auf mehreren Säulen fußt. Geplant seien demnach eine Ferienhaussiedlung, ein Hotel sowie ein eigener Hafen am Partwitzer See.

Allerdings solle keine sterile Siedlung entstehen. Stattdessen orientiere sich das Ensemble am dörflichen Charakter der Mittellausitz, beispielsweise in Form von Dreiseithöfen. Darüber hinaus plant der Investor ein Kulturzentrum sowie ein "Naturerbe-Haus". Ersteres sei in der Optik einer Bootshalle vorgesehen. Dort könnten beispielsweise Konzerte oder Theateraufführungen viele Besucher anziehen. Die Gesamtinvestition umfasse eine Summe im zweistelligen Millionenbereich. Konkreteres will der Investor zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht verraten. Auch nicht, wie der weitere Zeitplan aussieht.

Der Name der Anlage "Gut Scado" ist ganz bewusst gewählt. Musste das Dorf Mitte der 1960er-Jahre mit seinen 220 Einwohnern dem Tagebau Koschen, dem heutigen Geierswalder See, weichen. "Scado" hieß der benachbarte Tagebau, der sich zum Partwitzer See gewandelt hat. Nach dem Ort ist bereits der Wohnhafen mit den fünf schwimmenden Häusern in Geierswalde benannt. Zuletzt war das Scado nach Geierswalde eingemeindet.