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| 12:37 Uhr

Glasfaserausbau in Hoyerswerda
Glasfaser-Wohnblock startklar

 Hoyerswerdas erste Glasfaser-Wohnung geht in Betrieb: Jan Schulze (l.), Chef der Schulze Breitbandkommunikationsgesellschaft, zeigt den beiden Chefs Falk Brandt von den SWH (l.) und Steffen Markgraf von den Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda, wie so ein Glasfaserbündel aussieht.
Hoyerswerdas erste Glasfaser-Wohnung geht in Betrieb: Jan Schulze (l.), Chef der Schulze Breitbandkommunikationsgesellschaft, zeigt den beiden Chefs Falk Brandt von den SWH (l.) und Steffen Markgraf von den Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda, wie so ein Glasfaserbündel aussieht. FOTO: LR / Rita Seyfert
Hoyerswerda. Auf die Plätze, fertig, Lichtwelle! Die ersten Kabelmax-Dienstleistungen rauschen ab sofort in Hoyerswerda über Glasfasern zu den Verbrauchern. Von Rita Seyfert

Unauffällig klein, aber oho! Das Kästchen an der Wand gehört zur Hardware von Kabelmax – und hat es in sich. Gekoppelt an Glasfasermodem und Router, bringt der Anschluss mit 500 Megabit nicht nur tüchtig Geschwindigkeit ins Heimnetz. Die weiße Dose in der Leerwohnung 0301 Am Elsterbogen in Hoyerswerda steht auch symbolisch für den ersten mit Glasfaser ausgerüsteten Wohnblock.

Das Pilotprojekt der Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda ist diese Woche in Betrieb gegangen. Insgesamt 21 von 37 Wohnungen wurden in den vergangenen zwei Wochen mit Highspeed-Anschlüssen ausgestattet. Die restlichen Mieter Am Elsterbogen hatten auf den Glasfaseranschluss verzichtet. Ihre Wohnungen wurden dennoch für den höchsten Kommunikationsstandard vorbereitet. Nur das Loch in der Wand fehle noch, hieß es.

Die Schulze Breitbandkommunikationsgesellschaft mit der Marke Kabelmax hat das Vorhaben umgesetzt. Als neues Tochterunternehmen der Städtischen Wirtschaftsbetriebe Hoyerswerda (SWH) baut die Firma, die künftig Breitband Hoyerswerda heißen soll, seit Januar 2019 das moderne Hochgeschwindigkeits-Glasfasernetz in Hoyerswerda aus.

Der Chef der Schulze Breitbandkommunikationsgesellschaft, Jan Schulze, spricht von einer „anstrengenden“ Inbetriebnahme: „Zwar konnten wir vorhandene Infrastruktur nutzen“, erzählt er. Die ungenutzten Schornsteine mussten aber teils erst noch leer geräumt werden. Deswegen erinnerten die drei bis vier Kabelmax-Mitarbeiter zum Feierabend eher an Schornsteinfeger. Trotz Ruß wurden aber alle Glasfaserkabel erfolgreich verlegt. Die Kabelmax-Dienstleistungen wie Telefon, Internet und Fernsehen können ab sofort per Lichtwelle transportiert werden.

Mit einem Gigabyte bietet das Unternehmen auf Wunsch sogar die doppelte Leistung an. Laut Schulze wolle man vorausschauend in die Zukunft investieren und für Hoyerswerda einen wichtigen Standortfaktor schaffen. Das Grundnetz werde dieses Jahr weiter ausgebaut. 300 Anschlüsse sollen noch bis Ende des Jahres im Stadtgebiet realisiert werden.

Die Anschlusskosten pro Wohneinheit belaufen sich inklusive Material und Installation auf 160 bis 180 Euro. Diese Investition wird aber nicht auf die Miete umgelegt. Steffen Markgraf, Chef der Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda: „Wir sind Leistungsanbieter und reichen das durch“, sagt er.

Interessenten können sich im Internet auf dem Glasfaserportal unter www.glasfaser-hoyerswerda.de für einen Highspeed-Anschluss anmelden. Je mehr Interessenten sich an einem Ort anmelden, desto schneller werden sie angeschlossen.