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Erste Frühlings-Wanderung mit dem Schwarzen Müller

Der Schwarze Müller, alias Dieter Klimek, zeigt an der Schwarzen Mühle im Schwarzkollmer Koselbruch schon mal, wie die Wandergruppen künftig mit Stock und Proviantbeutel ausgestattet werden können.
Der Schwarze Müller, alias Dieter Klimek, zeigt an der Schwarzen Mühle im Schwarzkollmer Koselbruch schon mal, wie die Wandergruppen künftig mit Stock und Proviantbeutel ausgestattet werden können. FOTO: Ulrike Herzger
Schwarzkollm. Am kommenden Sonntag gibt es mit der "1. Wandertag in den Frühling" eine Premiere an der Schwarzen Mühle. Geschuldet ist diese Idee den Wintermonaten, die diesmal leider mit totalem Schneemangel aufwarteten, worauf der Schwarze Müller, alias Dieter Klimek, die Winterwanderung ausfallen ließ. Ulrike Herzger / uhz1 uhz1

Doch nutzte der Schwarze Zauberer diese Zeit, um sich einiges an praktischen Neuerungen zu überlegen. Diese sollen spätestens bis zum 14. August stehen und schließlich in einer neuen handlichen Broschüre zu finden sein, denn dann feiert Schwarzkollm 620 Jahre. Nach dem Motto eines Kinderliedes "Das Wandern ist des Müllers Lust" halten es der Krabat-Mühlen-Verein und Dieter Klimek für sinnvoll, dem Thema Wandern an und um die Krabat-Mühle mehr Raum und Aufmerksamkeit zu schenken. "Wie wir verstärkt merken, besteht nicht nur Interesse an unseren geführten Wandertouren. Die Schwarze Mühle wird zunehmend Zwischen- oder Endziel der verschiedensten Gruppen, die auf Entdeckungsreise gehen. Und diese möchten das von uns per Stempel auch als Nachweis bestätigt haben. Deshalb wollen wir das Mühlen-Areal zu einem Rastplatz werden lassen", erläuterte Dieter Klimek. So soll sich das Areal der Schwarzen Mühle in naher Zukunft Ausgangspunkt für Nordic Walker, Wandergruppen, Biker und Geocacher sein. Klimek verwies zusammen mit Joachim Rauhut vom Vereinsvorstand auf nächste Schritte. So brauche das vorhandene kleine "Schwarzkollmer Wanderheft" eine Überarbeitung. Denn in diesem seien insgesamt neun Wanderwege verzeichnet, die der Verein jedoch auf vier speziell gekennzeichnete Touren unterschiedlicher Länge reduzieren will: "Damit jeder Interessierte den Weg auch ohne Führung bewältigen kann. Denn neun Wanderwege sind für diesen Zweck einfach zu viel, weil sie sicher sein müssen, Unterhaltung und Pflege benötigen. Und dafür fehlen die Kräfte", verdeutlichte Klimek. So werden sich die neuen Wanderwege auf den Krabat-Rundweg, die Tour um die Mühle sowie bis zum Kubitz- beziehungsweise Petzerberg beschränken, wobei die längste Tour circa drei Stunden dauere. Auch für den Druck der neuen Broschüren-Auflage benötigt der Verein noch Hilfe. Dankbar wäre er auch für die Unterstützung von Krankenkassen - was durch den gesundheitlichen Aspekt beim Wandern denkbar wäre, so die zwei Vorausplaner.

Doch das ist natürlich nicht alles. So sollen auf den vier verschiedenen Strecken jeweils einzelne an Steinen angebrachte Info-Tafeln ortsgeschichtliche Ergänzungen liefern und diese unterhaltsam mit einer Strophe aus dem erwähnten Kinderlied untersetzen. Schließlich gehe es in diesem ja neben dem Wandern auch um Steine, Räder und Wasser. Was Dieter Klimek gleich nochmals veranlasste, das Liedchen anzustimmen. Schließlich ist er auch Chorsänger.

"Und was es nur bei uns gibt, wird ein Proviantbeutel sein - unterschiedlich für Kinder beziehungsweise Erwachsene gefüllt", sagt Klimek. Dieser kann an einen Stock geknüpft werden. Dafür ist ein Pfand zu entrichten. "Allerdings kann man sich auch entscheiden, ob man Stock und Beutel, der übrigens hübsch bedruckt sein wird, als Souvenir mit nach Hause nehmen will", so Klimek weiter. Bis dahin müssen allerdings noch einige Vorbereitungen getroffen werden.

Zum Thema:
Um nicht zu viel ungenutzte Zeit verstreichen zu lassen, wird schon für den kommenden Sonntag, 16. März, um 10 Uhr zu einem ersten Wandertag eingeladen, an dem die ganze Familie ihre Freude haben soll. "Bevor wir starten, gibt es einige Informationen zu den möglichen zwei Wander-Routen an diesem Tag und gleich anschließend auch ein paar gymnastische Übungen, um beweglich genug zu werden", erklärt Dieter Klimek. So bestehe die Wahl zwischen einer kurzen Strecke von 45 Minuten ("Krabat-Erlebnispfad) oder einer längeren (über den Kubitzberg). Anberaumt sind circa zwei Stunden. Wieder am Ausgangspunkt gelandet, gebe es die hier vor Ort typischen Imbissmöglichkeiten für den kleinen Hunger (Plinsen, Würste, Schmalzstullen und Getränke). Viel Spaß können die Kinder auch wieder beim "Mühlensack-Hochziehen" haben. uhz1