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Erst schwitzen, dann baden

Die mobile Sauna in Fassform ist ein Hingucker. Und jetzt, da die Temperaturen am See nicht gerade hochsommerlich sind, kann man auch mal wieder an das Saunieren denken. Foto: Gernot Menzel
Die mobile Sauna in Fassform ist ein Hingucker. Und jetzt, da die Temperaturen am See nicht gerade hochsommerlich sind, kann man auch mal wieder an das Saunieren denken. Foto: Gernot Menzel FOTO: Gernot Menzel
Lausitzer Seenland. Ein Schiff aus Schweden legte vor rund vier Wochen im Rostocker Hafen an. Geladen hatte es ein hölzernes Sauna-Fass mit Dach und Schornstein – 800 Kilogramm schwer, 2,90 Meter lang und 2,36 Meter im Durchmesser. Endgültiges Ziel der gewichtigen Fracht: das Lausitzer Seenland. „Die erste mobile Seenland-Sauna“, meint Martin Tinko, Betreiber des Ferien- und Freizeitparks Geierswalde. Von Anja Wallner


Er unterstützt seinen Schwiegervater in spe, den Großkoschener Baudienstleister Eberhard Pietzsch, und dessen Geschäftspartner André Nicklich beim Einstieg in ihr neues Geschäftsmodell: Seenland-Touristen und Einheimische können die Fass-Sauna ab sofort buchen - etwa für ihren Campingplatz oder ihr anderes Urlaubsdomizil, den heimischen Garten oder direkt am Ufer eines Sees: “Wir kommen fast überall hin„, sagt André Nicklich, der privat ein großer Sauna-Fan ist und über diese Leidenschaft auf die Idee mit dem mobilen Fass gekommen ist. “Wir haben einfach überlegt, was das Seenland noch gebrauchen, was die Besucher auch bei schlechtem Wetter hier halten könnte„, erzählt er. “Und es erspart den Leuten den Weg in Bäder oder Fitness-Studios, wenn sie mal in die Sauna gehen wollen.„

Acht Personen - vier auf jeder Seite - können sich (sitzend) einen gemütlichen Abend in dem in Schweden hergestellten Fass machen. “Dort ist diese Art von Sauna viel verbreiteter„, sagt André Nicklich, der selbst noch nicht dazu gekommen ist, die neue Errungenschaft einzuweihen. In den letzten Wochen hat ja schon ein Blick auf eine Sauna genügt, um ordentlich ins Schwitzen zu kommen ... Aber zumindest angeheizt wurde der Sauna-Ofen im Fass natürlich schon. “Nach zwanzig Minuten war sie schätzungsweise 55 Grad heiß„, meint Steffi Pietzsch, die Tochter von André Nicklichs Geschäftspartner. “Vielleicht sieben Holzscheite waren nötig, um die Wärme den ganzen Nachmittag zu halten„, schätzt sie. Die Sauna sei ja klein.

Zwei Körbe Holz werden übrigens bei der Buchung mitgeliefert, ebenso verschiedene Aufgüsse.

Und wie kommt die Sauna zu den Schwitzfreunden? “Auf einem Anhänger, den wir passend zu den Maßen des Fasses ausgesucht haben„, erklärt André Nicklich. Und auf den Anhänger wiederum werde die Sauna mit dem Gabelstapler gehievt.

Über weitere Ideen zur Ausgestaltung ihres Geschäfts mit dem Schwitzen denken die Sauna-Freunde derzeit nach. Martin Tinko könnte sich vorstellen, das Fass für ein Wochenende oder eine ganze Woche auf das Gelände seines Ferien- und Freizeitparks zu stellen. Er bietet jedenfalls Sauna-Buchungsmöglichkeiten über seine Kontaktdaten an.

“Auch eine Betreuung der Kunden bei einer Schwitz-Party ist denkbar, vielleicht noch mit einer Flasche Sekt und einem Obstkorb als Zugabe„, meint André Nicklich. Geschenk-Gutscheine werde es ebenfalls geben. Zunächst müssen die Außentemperaturen aber sauna-tauglich werden. Finden auch vorbeikommende Badegäste am Geierswalder See: “Und dann, versprechen wir, kommen wir noch häufiger hierher!„

Und wer weiß: “Das ist jetzt die erste mobile Sauna am See. Der nächste Schritt wäre dann eine schwimmende Sauna auf dem See...„, meint Martin Tino schmunzelnd.

Kontakt/Buchung: André Nicklich/Eberhard Pietzsch, 0177/3159772 oder 0160/94819115, E-Mail: anicklich@t-online.de

Martin Tinko, Telefon 0174/ 9012658

E-Mail: urlaub@geierswaldersee.de

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