ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 10:28 Uhr

Ermittlungen im Mordfall Hoyerswerda abgeschlossen

FOTO: (24951989)
Hoyerswerda. Die Staatsanwaltschaft Görlitz hat die Ermittlungen wegen Mordes gegen einen Mann aus Afghanistan abgeschlossen. Ein 32-Jähriger hatte im August des vergangenen Jahres seine 25-jährige Ehefrau vermutlich erstickt. si/rdh

Der 32-Jährige soll am 30. August vorigen Jahres im Asylbewerberheim in Hoyerswerda seine 25 Jahre alte Ehefrau mit einem Kissen erstickt haben. Der 32-Jährige wurde auf der Flucht zusammen mit den vier Kindern in Ungarn aufgegriffen und nach Sachsen ausgeliefert. In Hoyerswerda hatten die Kinder der afghanischen Familie Schule und Kindereinrichtungen besucht. Sie lebten hier in dem vom Arbeiterwohlfahrt-Kreisverband Lausitz betriebenen Asylbewerberwohnheim an der Müntzerstraße mit derzeit knapp 340 Bewohnern.

Der Mann bestreitet die Tat bisher. Die Ermittler hatten herausgefunden, dass sich die junge Frau offenbar von ihrem Mann trennen wollte. Sie gehen davon aus, dass diese Tatsache letztlich auch das Motiv für die mörderische Tat gewesen ist.

Die Schwurgerichtskammer des Landgerichtes Görlitz hat die Anklage wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen zugelassen.

Der Beschuldigte hatte sich nach der Tat in Hoyerswerda abgesetzt und konnte an der ungarisch-serbischen Grenze festgenommen werden.

Ihm droht jetzt eine lebenslange Freiheitsstrafe.