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| 02:42 Uhr

Erinnerung an schöpferische Jahre

Vorsitzende Angret Gläsel zeigt den 2010 erarbeiteten Katalog, der sämtliche Kunstwerke aus dem Fonds der Jürgen von Woyski-Stiftung auflistet.
Vorsitzende Angret Gläsel zeigt den 2010 erarbeiteten Katalog, der sämtliche Kunstwerke aus dem Fonds der Jürgen von Woyski-Stiftung auflistet. FOTO: würz
Hoyerswerda. Die Jürgen von Woyski-Stiftung will in diesem Jahr mit einer Ausstellung in der Johanneskirche Hoyerswerda an die Internationalen Bildhauersymposien in der Stadt seit 1975 erinnern. Mit Fotos aus den Siebziger- und Achtzigerjahren soll die kreative und schöpferische Atmosphäre jener Künstlertreffen wiedererstehen, die Hoyerswerda in zwei Jahrzehnten zu einer Stadt der Kunst im öffentlichen Raum gemacht haben. Catrin Würz

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"Wir haben eine so große Fotosammlung aus jener Zeit, dass wir das den Kunstfreunden in Hoyerswerda unbedingt einmal präsentieren wollen", sagt Angret Gläsel, Vorsitzende der von Woyski-Stiftung in Hoyerswerda.

Bereits ab Mitte März sollen die Tafeln mit den Fotos in der Johanneskirche zu besichtigen sein. Friedhard Vogel, Superintendent i.R. und Kuratoriumsmitglied der Stiftung, freut sich auf diese Präsentation. "Jürgen von Woyski war ja nicht nur Ehrenbürger der Stadt Hoyerswerda, sondern auch Gemeindeglied in unserer Altstadt-Kirchengemeinde", sagt er.

Die Ausstellung mit Fotos soll in diesem Jahr aber nicht der einzige Höhepunkt in der Stiftungsarbeit bleiben. "Wir planen auch eine Kunstausstellung in Hoyerswerda, die vor allem die Aquarelle Jürgen von Woyskis mal in den Mittelpunkt rückt", sagt die Stiftungsvorsitzende Angret Gläsel. Noch sei dafür allerdings nicht der geeignete Ort gefunden. "Das ist noch im Fluss", bestätigt Angret Gläsel nach der Stiftungsversammlung in dieser Woche..

Die 1998 noch von Jürgen von Woyski mitgegründete Stiftung pflegt und verwaltet mehr als 150 Kunstwerke des Bildhauers - darunter Plastiken aus Bronze, Granit und Sandstein, Keramikarbeiten, Reliefs, Zeichnungen und Aquarelle. Ein großer Teil ist in einem separaten Bereich im Schloss und Stadtmuseum Hoyerswerda - im Jürgen von Woyski-Zimmer - zu besichtigen. Bis Ende Februar ist das noch möglich, bevor die Kunstwerke dann aber erstmal sicher verpackt und verwahrt werden. Im Zuge der geplanten Bauarbeiten im Schloss zur Sicherung des Gebäudeteils aus dem Barock wird auch das Jürgen von Woyski-Zimmer weichen müssen. "Aber nur vorübergehend. Nach den Bauarbeiten soll es zunächst im Obergeschoss wieder aufgebaut werden - dann sogar mit einem größeren Bereich für die Kunst aus Hoyerswerda", bestätigt Museumsleiterin Kerstin Noack. Denn die jetzt dort noch angesiedelte DDR-Ausstellung wird Teil des neuen Museumskomplexes "LehrReich" im ersten Stock des Schlosses sein. Erst, wenn der dritte neu geplante Museumsbereich "RuhmReich" über die Zeit des Barock irgendwann umgesetzt wird, soll es einen neuen Platz für das Jürgen von Woyski-Zimmer im Schloss geben.