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| 17:30 Uhr

Aus der Stadt Hoyerwerda
Erinnerung an den Zooaufbau werden wach

 Eugene Bruins zeigt Petra Walter ausgeblasene Nandueier, die der Zoo gegen eine Spende abgibt.
Eugene Bruins zeigt Petra Walter ausgeblasene Nandueier, die der Zoo gegen eine Spende abgibt. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerwerda. Mit Stachelschwein und Nandu-Eiern zieht der Zoo Hoyerwerda ins Lausitz-Center. Von Katrin Demczenko

Tierisch, tierisch geht es noch bis zum 1. Juni im Lausitz-Center Hoyerswerda zu. Denn der Zoo stellt sich dort im 60. Jahr seines Bestehens vor. Ein ausgestopftes Stachelschwein, ein schwarzer Leopard und der wie lebendig wirkende Fischotter Baba, das ehemalige Zoomaskottchen, werden als Exponate der Zooschule gezeigt. erklärte Lydia den Passanten. Sie absolviert im Zoo das Freiwillige Ökologische Jahr und zeigte auch eine Handtasche aus Schlangenleder und andere Gegenstände, die der Zoll beschlagnahmen musste. Sie stammen aus dem Artenschutzkoffer und wer solche Objekte erwirbt, besitzt und nach Deutschland einführt, verstößt gegen das internationale Artenschutzabkommen.

Doch Lydia betreute auch das Gewinnspiel des Zoos mit der Schätzfrage: Wie viele Stacheln hat ein Igel? Dafür gibt es einen bekannten Richtwert, an dem sich die Auswertung orientiert. Der Gewinner bekommt entweder drei Jahreskarten für den Zoo oder einen 50-Euro-Gutschein fürs Lausitz-Center, sagte das Mädchen.

„Die Jahreskarten sind doch gut“, erklärte spontan Marina Hartmann, betrachtete den kleinen ausgestopften Igel der Zooschule und beteiligte sich am Gewinnspiel. Ihre Enkel aus Berlin wollen immer mal wieder den hiesigen Zoo besuchen und sie erfüllt ihnen diesen Wunsch gern, berichtete die Hoyerswerdaerin. Petra Walter ist früher, als ihre Enkel klein waren, auch mit ihnen in den Zoo gegangen und hält die Einrichtung für ein wichtiges Ausflugsziel inmitten der Altstadt.

Waltraud Groba begrüßte den Zooleiter Eugene Bruins besonders herzlich, denn sie hatte ihm vor einiger Zeit das Aquarium ihres verstorbenen Sohnes geschenkt. Eugene Bruins züchtet nun darin Pflanzen für das Zoo-Aquarium und für das Wasserbecken der Kubakrokodile. Joachim Peters erzählte, dass er den Tiergarten in den 1960er-Jahren sogar mit aufgebaut hat. Die LebensRäume Hoyerswerda eG., damals Arbeiterwohnungsgenossenschaft, hatte Feierabendbrigaden zum Schippen von Kabelgräben in den Zoo geschickt, erzählte der Senior. Von Eugene Bruins erfuhr Joachim Peters, dass der Umbau des ehemaligen Löwengeheges für das Chinaleoparden-Pärchen San und Baobao im vollen Gange ist. Jetzt richten Schlosser den Stall für die neuen Bewohner her. Die Zucht dieser Leopardenart ist sehr wichtig, sagte der Zooleiter, denn in freier Natur leben nur noch rund 150 Tiere.

Im Lausitz-Center wird natürlich auch für Veranstaltungen wie den Stadtkindertag am 2. Juni und das Tiergartenfest am 1. September geworben. Unverhofft konnte eine Schulklasse mit Flyern versorgt werden, die eigentlich die Stadtbibliothek besuchen wollte. Für eine kurze Lektion Biologie und die Teilnahme am Schätzwettbewerb bei den Zoo-Tagen fanden sie aber vorher noch Zeit.

 Eugene Bruins zeigt Petra Walter ausgeblasene Nandueier, die der Zoo gegen eine Spende abgibt.
Eugene Bruins zeigt Petra Walter ausgeblasene Nandueier, die der Zoo gegen eine Spende abgibt. FOTO: Katrin Demczenko