Dadurch habe der Verein sechs neue Jugendliche gewinnen können. Die Flatrate kostet 40 Euro im Monat. Darin enthalten ist die theoretische Ausbildung und, was noch viel wichtiger ist, der Schüler kann soviel Trainingsflüge machen wie er möchte. Eine Fliegerausbildung dauert rund zwei Jahre.

Glücklich kann sich der Verein schätzen, weil er ein wirkliches Ausnahmetalent in seinen Reihen hat. Es ist der erst 13 Jahre alte Jan Czaikowski aus Schwarzkollm. Vor vier Jahren kam er zum Aeroklub und ist bereits in der Ausbildung zum Segelflieger. Franzkowiak bescheinigt ihm viel fliegerisches Gefühl. Alleine in die Luft gehen darf Jan erst, wenn er 14 Jahre alt ist und das wird im November dieses Jahres passieren. Weil aber im Winter die Wetterlage für Segelflieger zu ungünstig ist, wird der 13-Jährige seinen ersten Soloflug wohl erst im nächsten Jahr absolvieren. Mit 16 kann er die Pilotenlizenz erwerben. Fliegen, das sei schon seit Kindesbeinen sein Traum gewesen, erzählte der Junge. Und natürlich lautet sein Berufswunsch Pilot. Er wolle später einmal die großen Passagierflugzeuge fliegen, sagte Jan.

Trotz dieser Erfolge mit der Flatrate bleibt die Nachwuchsförderung ein schwieriges Geschäft. Sein Verein sei an Gymnasien aktiv, um dort für den Flugsport Interesse zu wecken, aber die meisten Jugendlichen würden nach ihrer Schule eine Ausbildung beginnen und häufig aus Hoyerswerda wegziehen.

Die theoretische Ausbildung ist umfangreich. Das Verhalten auf dem Flugplatz wird gelernt, es geht um Rechtsvorschriften, den Gebrauch des Rettungsfallschirms, die Aufteilung eines Flugzeuges und natürlich die Bordinstrumente. Dazu gehören Fahrtmesser, Höhenmesser und Kompass.

Wer mehr über den Aeroklub Hoyerswerda erfahren möchte, hat dazu beim großen Flugplatzfest auf dem Flugplatz Nardt Gelegenheit. Es findet am Sonnabend, 25. August und Sonntag, 26. August, jeweils von 10 bis 17 Uhr statt.