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| 02:40 Uhr

Erfahrungsaustausch bei Familientreff im Koselbruch

Familientreffen in Koselbruch.
Familientreffen in Koselbruch. FOTO: Ulrike Herzger/uhz1
Schwarzkollm. Im Schwarzkollmer "Koselbruch" ging am Samstagnachmittag das 4. Familienfest über die Bühne. Bis in den späten Abend wurde das Treffen fröhlich ausgelebt, dass nach drei Jahren Pause endlich wieder gelungen war. Ulrike Herzger/uhz1

Um die 100 Bewohner zählt der kleine idyllisch gelegene Ortsteil. Da sich der Nachwuchs Ausbildungs- und Studienplatz teils weit entfernt von Zuhause sucht und andere Einwohner arbeitsbedingt wegzogen, entstand die Idee für ein "Wiedersehens-Fest". Es bietet beste Gelegenheit zum Austausch von Erfahrungen und Reiseerlebnissen und natürlich auch zur Inaugenscheinnnahme der Sprösslinge, die hinzugekommen beziehungsweise inzwischen herangewachsen sind.

Die Organisation liegt stets bei den Einheimischen. In den Familien gibt es ringsherum stets zwei bis drei Haushalte, die sich den Hut dafür aufsetzten. Nach den Familien Selge und Buder folgten Schieber und Wilhelm sowie Michling und Zimmer. Diesmal liefen die organisatorischen Fäden bei den Familien Belau und Buder sowie dem neu hinzugezogenen Paar Mrose/Nowka zusammen. "Natürlich hätten wir diesen großen Abstand unseres Traditionstreffens gern vermieden. Aber leider lässt sich das durch die weiten Entfernungen, Jobangelegenheiten sowie unterschiedliche Ferienzeiten der Kinder nicht ganz so einfach regeln. Deshalb sind wir glücklich, dass es nun endlich geklappt hat!", sagte Martina Belau.

Sehr auf dieses Wiedersehen hatte sich auch Hilde Stöckel gefreut, die im Koselbruch geboren wurde, aber mit Tochter und Schwiegersohn inzwischen im Vogtland wohnt. Gespannt lauschten sie wie all die anderen den vielen Neuigkeiten und freuten sich vor allem, dass auch Bruno Heller, der mit seinen 85 Jahren der älteste Koselbrucher ist, mit von der Partie war; auch, dass sich lebenslustige Senioren wie Ingeborg Miesner (82) weiterhin im geselligen Schwarzkollmer Leben integrieren und auch die jüngere Generation den Kontakt hält. So engagieren sie sich unter anderem im Dorfklub sowie bei den Landfrauen, sind als Statisten bei den Krabatfestspielen mit dabei und geben auch ihren Kindern die Möglichkeit, sorbisches Brauchtum kennenzulernen. Gern erzählten Michaela Buder, Carolin Karka und Bianca Nowack den einstigen Koselbruchern, dass sie beispielsweise beim traditionellen Ostersingen dabei sind und ihre Kinder in der sorbischen Kindertanzgruppe mitmachen.