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Er hat Hoyerswerda gut getan

FOTO: Michael Helbig
Nachruf. Horst-Dieter Brähmig war ein besonderer Mensch. Er war es nicht, weil er einmal ein wichtiges Amt bekleidet hat. Er war es, weil er stets er selbst war – offen, volksnah, sympathisch, aber auch klar in seiner Meinung. Sascha Klein

Ein Mann von Welt aus einer einst kleinen Stadt. Einer Stadt, die für ihn im Mittelpunkt von allem gestanden hat.

Horst-Dieter Brähmig war ein Verwaltungschef zum Anfassen, er hat der Stadt gut getan. Für die 500 Meter von seinem Haus in der Friedrichsstraße bis zum Rathaus hat er in den ersten Jahren oft eine Stunde gebraucht, weil er immer wieder in Gespräche verwickelt wurde. Er war der Kümmerer, derjenige, der keinen Feierabend kannte, der sich am Wochenende bei Vereinen sehen ließ. Diese Kontakte mit den Menschen waren ihm wichtig. Er wollte aus erster Hand wissen, was die Leute bewegt und wo ihnen der Schuh drückt.

Horst-Dieter Brähmig war zudem ein exzellenter Gesprächspartner: gebildet, mit Weitblick und einer gehörigen Portion Charme. Dieser Mann wird so schmerzlich fehlen in Hoyerswerda. Er war jemand, der stets optimistisch war, der Kontakte geknüpft und vermittelt hat, der Dinge aus dem Hintergrund angeschoben hat. Niemand kann einen wie Horst-Dieter Brähmig ersetzen. Denn er war einfach jemand Besonderes.