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Energiefabrik wird teurer und kostet den Landkreis weniger

Bautzen/Knappenrode. Für den Umbau der Energiefabrik Knappenrode fließen mehr Einnahmen durch Fördermittel als gedacht. Daher wird das Vorhaben für den Landkreis Bautzen deutlich günstiger. ume1

Der Umbau der Energiefabrik Knappenrode wird teurer und kostet den Landkreis Bautzen als Träger dennoch weniger Geld als geplant. Dieses scheinbare Paradoxon kommt dadurch zustande, dass den höheren Ausgaben noch höhere Mehreinnahmen durch Fördermittel entgegenstehen. In Zahlen ausgedrückt: "Die mit der baulichen Umgestaltung verbundenen Kosten betragen maximal 6,4 Millionen Euro. Die Eigenmittel des Landkreises werden auf 927 770 Euro begrenzt."

Hierüber musste der Bautzener Kreistag auf seiner jüngsten Sitzung befinden. Waren doch durch einen im Mai 2014 gefassten Beschluss die Gesamtkosten auf maximal 5,1 Millionen Euro begrenzt worden, wovon der Landkreis höchstens 2,04 Millionen Euro - also 40 Prozent - selber tragen sollte.

Die neuen Zahlen bilden das Ergebnis der jetzt vorliegenden Entwurfsplanung. Diese sieht vor, die museale Nutzung der früheren Brikettfabrik auf den zentralen Gebäudekomplex mit den Fabriken I, II und III, Nassdienst und Kraftzentrale sowie auf die Kühlhäuser I und IV und die Kaue zu beschränken. Hinzu kommt ein "separat betreibbares Veranstaltungsareal." Der Fabrik III westlich vorgelagert soll ein neuer zentraler Parkplatz entstehen, der auch den Ausgangspunkt des künftigen Besucherleitsystems bildet. "Damit sollen die Orientierung der Besucher verbessert und Möglichkeiten der privatwirtschaftlichen Nutzung nicht mehr benötigter Gebäude eröffnet werden", so die für Kreisentwicklung zuständige Beigeordnete, Birgit Weber.

Auch das Ausstellungskonzept nimmt grobe Gestalt an: So soll im Erdgeschoss unter dem Motto "Von Glückauf zu Ahoi" die Wandlung der Lausitzer Braunkohleregion zum Seenland dargestellt werden. Im Obergeschoss lauten die Themen laut dem Konzept "Vor der Kohle", "Lausitzer Revier" und "Energiebezirk".