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| 20:11 Uhr

Energiefabrik Knappenrode
Viel Raum für Gastronomen und Künstler

Die Energiehöfe befinden sich auf dem Fabrikgelände im vorderen Außenbereich (auf dem Foto rechts). Aktuell sind hier unter anderem noch Museumsvewaltung und Infozentrum untergebracht.
Die Energiehöfe befinden sich auf dem Fabrikgelände im vorderen Außenbereich (auf dem Foto rechts). Aktuell sind hier unter anderem noch Museumsvewaltung und Infozentrum untergebracht. FOTO: LR / Peter Bandermann
Knappenrode. Für ein neues touristisches Erlebnisangebot in der Energiefabrik Knappenrode werden noch Investoren gesucht. Von Anja Hummel

Bis 2020 wird sich die Energiefabrik in Knappenrode verändern. Besucherfreundlicher und moderner soll sie werden, gleichzeitig Charme und Originalität aus den Jahren der lauten Brikettpressen und staubigen Maschinensäle behalten.

Wo aktuell noch Infozentrum und Museumsverwaltung, Archiv und Vereinshaus untergebracht sind – direkt an der Eingangspforte des Kulturdenkmals – soll ein neues touristisches Erlebnis- und Gastronomieangebot geschaffen werden. Dort, im unmittelbaren Umfeld der museal genutzten Energiefabrik, sollen „Höfe“ entstehen, in der die Themen „Energie“ und „Industriekultur“ durch touristische Angebote aufgegriffen werden. Auf der jüngsten Zusammenkunft des Zweckverbandes Sächsisches Industriemusem, zu dem auch die Energiefabrik gehört, sprach die Landkreis-Beigeordnete Birgit Weber von „Werkstatt- und Mitmachangeboten“, die die vergangene und künftige Industriekultur der Lausitz erlebbar machen. Allerdings: „Es werden noch Geldgeber gesucht“, so Birgit Weber. Ohne die könne kein Konzept erstellt werden. „Qualifizierte Pläne“ brauche es aber schließlich, um Fördermittel beantragen und diese auch erhalten zu können.

Die Vision: In den Werkstätten sollen industrielle Produkte, beispielsweise aus Glas, Keramik oder Holz, hergestellt werden. Die Produkte werden in Schauwerkstätten gefertigt, können von Besuchern mitproduziert und erworben werden. Dieses authentische Erlebnisangebot rund um die denkmalgeschützten Gebäude soll die Besucherzahlen in den kommenden zwölf Jahren von aktuell jährlich 25 000 auf 75 000 Gäste anwachsen lassen. Auch eine vollwertige Gastronomie soll in dem Bereich angeboten werden. Wie Projektassistentin Sophia Müller bereits im Frühjahr verkündete, könne die Gastronomie losgelöst von den Öffnungszeiten der Energiefabrik agieren.

Obwohl Museumsverwaltung, Archiv und Co. für die „Energiehöfe“ weichen müssen, wird es sie natürlich trotzdem noch geben. Spätestens ab 2020 dann allerdings im Herzstück des Museums – der Fabrik III im hinteren Bereich des Areals.