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Energiefabrik hofft auf Fördermittel

Knappenrode/Hoyerswerda. Einen zweiten Vorstoß will die Energiefabrik Knappenrode in diesem Jahr wagen, um in das Förderprogramm des Bundes "Nationale Projekte des Städtebaus" aufgenommen zu werden. Details dazu hat Birgit Weber, die Beigeordnete des Bautzener Landrats, in der Stadtratsitzung am Dienstag vorgestellt. sob

Bis zum 20. Mai sollen die Unterlagen eingereicht werden.

Das Förderprogramm betrachtet dabei die Region, insbesondere das städtebauliche Umfeld und das Innovationspotenzial. Um den Koloss von Knappenrode auf Kurskorrektur zu führen, bedarf es einer Investitionssumme von rund 8,7 Millionen Euro. Allein für die bauliche Umgestaltung des Museums sind 5,1 Millionen Euro vorgesehen. Bei gleichzeitiger qualitativer Aufwertung sollen mit der Umgestaltung vor allem die Betreiberkosten gesenkt werden. Es sei ein Schwerpunktprojekt des Landkreises, der Eigentümer der Energiefabrik ist, wie Birgit Weber erklärt. Die beantragte Zuwendung vom Bund beläuft sich dabei auf knapp sieben Millionen Euro.

Beim Förderprogramm sind ausschließlich Kommunen antragsberechtigt, in denen sich das Projekt befindet. Vorgesehen ist, dass diese von den Kommunen mit einem Eigenanteil mitfinanziert werden. Die Stadt würde deshalb etwa rund 774 000 Euro erwarten. "Wir wissen, dass diese Mittel im Haushalt von Hoyerswerda nicht zur Verfügung stehen", erklärte Birgit Weber. Sollte die Energiefabrik Knappenrode den Zuschlag aus Bonn erhalten, werden die Maßnahmen kostenneutral für Hoyerswerda durchgeführt, wie Weber noch einmal betonte. Bereits Ende Juni könnte eine Entscheidung über die Aufnahme in das Förderprogramm gefallen sein.

Um Baufreiheit zu schaffen, wurden bisher bereits größere Objekte auf dem Gelände näher an die Fabrik herangerückt. Auch die Planungen für ein zentrales Museumsdepot werden im Mai intensiviert. Um weitere Objekte der Energiefabrik während der Umgestaltung zwischenlagern zu können, werden 100 000 Euro für das Depot nötig sein. Auch erste konservatorische Maßnahmen sind bisher durchgeführt worden.