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| 17:15 Uhr

Lausitzer Seenland
Radweg zum Scheibe-See kommt

 Längst nicht alle Ortschaften sind an das Radwegnetz vom Lausitzer Seenland angeschlossen. Zumindest der Ausbau zwischen dem Stadtgebiet Hoyerswerda und dem Scheibe-See schreitet nun voran.
Längst nicht alle Ortschaften sind an das Radwegnetz vom Lausitzer Seenland angeschlossen. Zumindest der Ausbau zwischen dem Stadtgebiet Hoyerswerda und dem Scheibe-See schreitet nun voran. FOTO: Tourismusverband Lausitzer Seenl / Nada Quenzel
Hoyerswerda. Die Lücke zwischen Kühnicht und der S 108 wird jetzt geschlossen. Doch auch in Spreetal und Elsterheide fehlen Radwegverbindungen. Von Rita Seyfert

Lange schlummerte die Idee. Jetzt wird die Rad-Verbindung zum Scheibe-See endlich Realität. Der Technische Ausschuss hat am Mittwoch den Baubeschluss für den Neubau des Radweges zwischen Kühnicht und der S 108 entlang der Kühnichter Straße beschlossen. Damit kann die Verwaltung das Vorhaben jetzt ausschreiben. Die Bauarbeiten sollen dieses Jahr fertiggestellt werden.

Geplant ist ein zweieinhalb Meter breiter und 750 Meter langer Asphaltweg. Zwischen neuem Radweg und vorhandenem Wald wird außerdem ein zweieinhalb Meter breiter Sicherheitsstreifen hergestellt. Die Alleebäume bleiben erhalten. Beidseits des Radwegs wird eine etwa ein Meter tiefe Wurzelschutzfolie in den Boden eingebracht. In der Trasse sollen vor dem Wegbau zudem eine Schmutzwasserdruckleitung und ein Datenkabel-Schutzrohr verlegt werden. Die Kosten belaufen sich auf circa 200000 Euro.

Mit dem Ausbau des Radwegnetzes zwischen dem Stadtgebiet und Scheibe-See dürfte sich das Fahrradklima in und um Hoyerswerda weiter verbessern. Wie die Umfrage des Radfahrerclubs ADFC im April ergab, hat Hoyerswerda zwar das beste Fahrradklima in Sachsen. Trotzdem war der Frust der Radler auch gewachsen. So machten die Ergebnisse des Fahrradklima-Tests auch auf die Probleme in Hoyerswerda aufmerksam.

Viele Fahrradfahrer kritisierten unter anderem die fehlenden Radwegverbindungen zwischen den Ortslagen und dem Lausitzer Seenland. Zumindest die Anbindung an Hoyerswerdas Haus-See dürfte mit dem Radwegbau bald gelöst sein.

Das mittlere Teilstück der Radweg-Verbindung zum Scheibe-See wurde bereits im Zusammenhang mit der Ostumfahrung realisiert. Der dritte und letzte Abschnitt, also der weiterführende Radweg nach der Zufahrt zum Gewerbegebiet Kühnicht (Thomas Philips) Richtung Scheibe-See wird voraussichtlich 2020 gebaut.

Auch in der Elsterheide gibt es noch Lücken. Der Radweg von Hoyerswerda bis zum Gewerbegebiet Neuwiese-Bergen an der S234 ist zwar längst befahrbar. Weiter übers „Brandenburger Tor“ zum Kreisverkehr Geierswalde kommt man aber noch nicht. Und das wird sich vermutlich auch in naher Zukunft nicht ändern.

Wie die Gemeinde Elsterheide mitteilte, sei der Plan für den Radweg erstellt und das Baufeld freigemacht. Damit der fünf Kilometer lange Deich parallel zur Schwarzen Elster durch die Landestalsperrenverwaltung (LTV) saniert werden kann, wurden bereits sämtliche Kiefern und Eichen darauf gefällt. Warum die Deichsanierung durch die LTV momentan ruht, ist allerdings unklar.

Ein Deichverteidigungsweg sei geplant. Diesen dürfe die Gemeinde Elsterheide laut Vereinbarung mit der LTV auf eigene Kosten asphaltieren und als Radweg Richtung Geierswalde nutzen. Bis es soweit ist, dürfte aber noch viel Wasser die Elster hinunter fließen.

Lückenhaft ist derzeit auch die Verbindung zwischen Elsterheide und Spreetal. Der Radweg von Burgneudorf nach Spreetal wurde unterdessen gesperrt, da er über geotechnisch unsicheres Gebiet führt. Wie die Gemeinde Spreetal informierte, solle nun eine Ersatzstrecke von Burgneudorf über Spreewitz und die Südstraße zum Industriepark Schwarze Pumpe mit Anbindung an den Spreetaler See geschaffen werden.

Die Ersatzmaßnahme wurde bereits bei der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) beantragt. In den kommenden Wochen soll die Machbarkeitsstudie erstellt werden. Spätestens im Herbst könne man sich über die Linienführung und Kosten verständigen und eine Entscheidung fällen. Sollte die geplante Ersatzstrecke positiv beschieden werden, könnten frühestens Anfang 2021 die Bagger anrollen.