ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:07 Uhr

Finanzen
Elsterheide zahlt Millionenkredit ab

Elsterheide. Wegen der Gewerbesteuerrückzahlungen hat die Gemeinde Elsterheide einen Millionenkredit aufnehmen müssen. Ein Teil ist schon wieder abgestottert. Darauf ist der Bürgermeister stolz. Allerdings mahnt er an, dass die Landesregierung in Dresden Kommunen wie seiner stärker helfen muss. Denn schon im nächsten Jahr warten große Aufgaben auf die kleine Gemeinde.

Im Herbst 2016 hat die Gemeinde Elsterheide einen Kredit über 1,7 Millionen Euro aufgenommen. Anlass war die Rückzahlung von Gewerbesteuern, insbesondere aufgrund des Vattenfall-Rückzuges aus der Lausitz. Mit diesem Problem hatten und haben viele Städte und Gemeinden in der Lausitz zu kämpfen, unter anderem die Gemeinden Spreetal. Sie muss auch deshalb in den kommenden Jahren extrem sparen, um eventuell Finanzhilfe vom Freistaat Sachsen zu erhalten. Schwer gebeutelt ist auch das einst reiche Boxberg im Kreis Görlitz.

Für die Gemeinde Elsterheide gilt indes: Zwölf Monate später sind bereits 700 000 Euro abgezahlt, rechnet Bürgermeister Dietmar Koark vor. „Und zwar aus eigener Leistung mit einer gewaltigen Kraftanstrengung“, kommentiert das Gemeindeoberhaupt. Wenn alles klappt wie geplant, könnte der Kredit bereits im Sommer 2019 komplett abgelöst sein.

Dietmar Koark mahnt den Freistaat Sachsen an, unverschuldet in Not geratene Kommunen besser zu unterstützen. „Wären wir besser mit Eigenmitteln ausgestattet, könnten wir viele Fördertöpfe nutzen.“ Mehr noch: „Wir werden von Dresden so behandelt, als ob wir selbst an diesem Desaster schuld sind.“

Wegen der hohen Kreditbelastung konnten im zu Ende gehenden Jahr nur kleinere Vorhaben angegangen werden. Dazu gehören unter anderem die Sanierung der Straße zum Nardter Weinberg, der Radwegebau zwischen Nardt und der Landesfeuerwehrschule sowie die Erdverkabelung in Bluno für die neue Straßenbeleuchtung.

Gespannt seien die Elsterheider bereits auf die kommenden Monate. Denn voraussichtlich schon im Januar kommt der neue Masterplan für den Koschendamm, den der Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen in Auftrag gegeben hatte. Die Gemeinde muss dort die gesetzlichen Voraussetzungen für die künftige Nutzung bzw. Bebauung schaffen. Ebenfalls für das kommende Jahr sei der Lückenschluss des Radweges zwischen Neuwiese und dem Brandenburger Tor vorgesehen. Dann besteht endlich eine durchgehende Radlerverbindung von Hoyerswerda zum Geierswalder und zum Partwitzer See.

(amz)