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| 02:41 Uhr

Elsterheide bekommt Radfahrerkreuz

Dietmar Koark ist im Sommer 2016 von den Elsterheidern als Bürgermeister bestätigt worden. Er will auch in seiner vierten Amtszeit das Beste für seine Kommune erreichen.
Dietmar Koark ist im Sommer 2016 von den Elsterheidern als Bürgermeister bestätigt worden. Er will auch in seiner vierten Amtszeit das Beste für seine Kommune erreichen. FOTO: amz1
Bergen. Was waren die Tops und was waren die Flops von 2016? Was kommt in diesem Jahr auf die Städte und Gemeinden zu? Die Bürgermeister aus der Region blicken in der RUNDSCHAU zurück und voraus. Heute: Bürgermeister Dietmar Koark aus Elsterheide. amz1

Mit frohen Botschaften hat die Gemeinde Elsterheide das alte Jahr ausklingen lassen. Denn der durchgehende Radweg von Hoyerswerda in Richtung Geierswalder und Partwitzer See rückt wieder ein Stückchen näher. Nach zehnjährigem Kampf haben die Protagonisten im Bergener Rathaus in den vergangenen Monaten einen neuen Abschnitt zwischen Seidewinkel und Neuwiese bauen lassen.

Das komplett asphaltierte Teilstück, das parallel zur Schwarzen Elster verläuft, befindet sich konkret zwischen den Elsterbrücken von Seidewinkel und Neuwiese. "Damit brauchen die Seenland-Touristen dort nicht mehr auf der stark frequentierten Staatsstraße fahren", kommentiert der Elsterheider Bürgermeister Dietmar Koark. "Darüber hinaus können unsere Einwohner die Schulen und weitere Einrichtungen in Hoyerswerda sicherer erreichen." Die Herrichtung des neuen Radweges solle im Frühjahr komplett vollendet sein. Noch fehlen die Markierung sowie Arbeiten an den Banketten.

Wegebau wird fortgesetzt

Mehr noch: Im neuen Jahr wird der Seenland-Radweg ein weiteres Stück verlängert. Dann ist laut Koark der Abschnitt zwischen den beiden Neuwieser Elsterbrücken an der Reihe. Darüber hinaus beginne 2017 der Bau des vier Kilometer langen Abschnittes von Neuwiese zum Brandenburger Tor östlich von Geierswalde. Das in zwei Etappen zu realisierende Vorhaben könne ab dem Jahr 2018 von den Radlern genutzt werden.

Apropos Brandenburger Tor: Die in unmittelbarer Nähe der Unterführung des Radweges unter der Straße Bergen - Geierswalde befindliche Elsterbrücke wurde in den vergangenen Monaten umfassend saniert. So sorgte der Gleisbaubetrieb Sabrodt für einen neuen Unterbau, einen sicheren Korrosionsschutz sowie für stabile Geländer. "Das Bauwerk dürfte jetzt wieder 20 bis 30 Jahre halten", rechnet Dietmar Koark vor.

Für die Seenland-Touristen besitze die Brücke am Brandenburger Tor ohnehin eine ganz wichtige Bedeutung. Schließlich treffen dort zukünftig vier Radwege aufeinander. Sind diese vollendet, besitze die Elsterheide ein richtiges Radfahrerkreuz mit Verbindungen nach Partwitz (Norden), Bergen/Neuwiese (Osten), Laubusch (Süden) sowie Geierswalde/Tätzschwitz (Westen).

Der Landkreis Bautzen wolle den ebenfalls noch ausstehenden, lediglich ein paar Hundert Meter langen Abschnitt vom Brandenburger Tor bis zum Kreisel an der Kortitzmühle entlang seiner Kreisstraße in Angriff nehmen. Freies Baufeld gibt es schon dank der neuen Ontras-Gastrasse, die dort neu verlegt wurde.

Weitere Investitionen 2017

Darüber hinaus werde in diesem Jahr der 500 Meter lange Radweg vom Ortsausgang Nardt zur dortigen Feuerwehrschule gebaut. Die entsprechenden Holzungsarbeiten für die unmittelbar neben der B 96 verlaufenden Verbindung haben indes begonnen. Für das Frühjahr sei der eigentliche Baustart vorgesehen, im Sommer werde alles fertig sein.

Auch in das Straßennetz investiert die Elsterheide kräftig. So wurde 2016 unter anderem der Gosdaer Weg in Sabrodt saniert, der Sabrodter Bahnübergang instand gesetzt, ebenso die Straße An den Linden in Nardt sowie die alte B 97 im Bereich Schwarzlugk grundsaniert und mit einem neuen Kreuzungsbereich versehen. Außerdem erfolgte der Bau der Erschließungsstraße zum Wohnhafen Scado in Geierswalde.

Im Jahr 2016 ist auch ein größeres Infrastrukturprojekt in Klein Partwitz vollendet worden: die Erschließung des Segelsportzentrums am Ostufer. Neben der Verbreiterung der Straße wurde ein Parkplatz inklusive Beleuchtung realisiert, die Verbindung zu allen Medien hergestellt sowie die Abwasserentsorgung umgesetzt. "Es handelt sich um einen wichtigen Baustein im Lausitzer Seenland", kommentiert Dietmar Koark.

Trotz aller Erfolge müsse die Elsterheide derzeit die Zähne zusammenbeißen. So habe die Kommune zwangsweise einen Kredit über rund 1,6 Millionen Euro aufgenommen. Mit dem Geld werden, so der Bürgermeister, die Rückzahlungen an Gewerbesteuern beglichen. Die Bürger sollen davon indes so wenig wie möglich merken. "Denn es kann nicht sein, dass wir die Konsequenzen der verfehlten Energiewende der Bundesregierung ausbaden müssen", so Dietmar Koark. Immerhin: In rund vier Jahren solle der Kredit abgezahlt sein, so der Plan des Bergener Rathauses.

Pläne über das Jahr hinaus

Denn die Elsterheide will keineswegs stehen bleiben. Mehrere Infrastrukturprojekte warten in den kommenden Jahren auf ihre Umsetzung. Beispielsweise die Neugestaltung der Südböschung am Geierswalder See. Ebenso die Entwicklung des nunmehr von den Bergbausanierern freigegebenen Koschendamms am Ostufer des Sees. Der Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen werde für die künftige Nutzung der Landbrücke einen Masterplan beauftragen. Das visionäre Ziel hat Dietmar Koark indes schon heute klar vor seinen Augen: "Ich denke, dass sich der Koschendamm zu einem der schönsten Strände im gesamten Lausitzer Seenland mausern wird. Dafür werden wir unsere ganze Kraft einsetzen."