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Einstige Wanderburschen treffen sich an Krabat-Mühle wieder

Die einstigen Tippelbrüder und -schwestern mit ihren Familien vor der Erntepyramide an der Krabat-Mühle Schwarzkollm. Es gab ein Wiedersehen mit Herbergsvater Hartmut Orbanz (r.) und dem Vereinsvorsitzenden Tobias Zschieschick (vorn sitzend 2.v.r.).
Die einstigen Tippelbrüder und -schwestern mit ihren Familien vor der Erntepyramide an der Krabat-Mühle Schwarzkollm. Es gab ein Wiedersehen mit Herbergsvater Hartmut Orbanz (r.) und dem Vereinsvorsitzenden Tobias Zschieschick (vorn sitzend 2.v.r.). FOTO: Herzger/uhz1
Schwarzkollm. Zehn Jahre nach ihrem ersten Einsatz in Schwarzkollm haben sich einstige Wandergesellen am vergangenen Wochenende an der Krabatmühle wiedergetroffen. Die früheren Tippelbrüder, die mit ihren Arbeiten am Laubengang und dem Gesindehaus die ersten Bauwerke hier entstehen ließen, waren beeindruckt davon, was heute aus dem Ensemble am Koselbruch geworden ist. Ulrike Herzger/uhz1

Das gemeinsame Erntedankfest des Vereins Krabat-Mühle Schwarzkollm und der Domowina bildete den Rahmen für das Wiedersehen der reisenden Handwerksgesellen. Auf dem Areal präsentierten Handwerker und Vereine ihre Erzeugnisse an Verkaufsständen, wie zum Beispiel auch die Lautaer Gartenanlage "Kleiner Waschbär". Die Schwarzkollmer Landfrauen demonstrierten die Herstellung von (Ernte)kränzen aus Naturmaterialien. Mit Tänzen in sorbischer Tracht stellten sich Kinder aus Bröthen und Jugendliche des Heimat- und Kulturringes Wittichenau vor. Mühlen-Führungen mit dem Schwarzen Müller alias Dieter Klimek brachten so einige interessante Geschichten aus der Entstehungszeit der Krabat-Mühle zu Tage. Das meiste konnten auch zwölf Handwerksgesellen bestätigen, die einst vor zehn Jahren zu den ersten Tippelbrüdern und -schwestern gehört hatten, die als Schreiner und Zimmerleute beim Bau des Laubenganges und des Gesindehauses Hand angelegt hatten.

Zu ihnen gehörte auch Schreiner "Mütze". Der einstige Wanderbursche hat inzwischen eine Familie gegründet. Seine Frau Isabell hat er ebenfalls auf der Wanderschaft kennengelernt, denn auch sie war als Zimmerer reisende Gesellin. Beide sind jetzt stolze Eltern der sechsjährigen Ronja und des vierjährigen Moritz.

Zum zehnjährigen Jubiläum ihrer Arbeit in Schwarzkollm waren sie wie auch einige andere Gesellen gern gekommen. Von dem in der Zwischenzeit entstandenen Mühlen-Areal zeigten sie sich alle total überwältigt.