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| 02:43 Uhr

Einstieg auch zwischendurch möglich

Musiklehrer Andre Bischof weiht den siebenjährigen Tim in die geheimnisvolle Welt der Keyboard-Klänge ein.
Musiklehrer Andre Bischof weiht den siebenjährigen Tim in die geheimnisvolle Welt der Keyboard-Klänge ein. FOTO: Mandy Decker/mdr1
Hoyerswerda. Auch die Kunst- und Musikschule Bischof hat am Samstag zu einem Kennenlernangebot eingeladen. Dort lernte Keyboard-Proband Wim Seeger, warum es gut ist, dass seine linke Hand mehr kann, als die rechte. mdr1

Vorsichtig drückt Wim auf die elfenbeinweißen Tasten. Es braucht schon etwas Druck, um dem Keybord einen Ton zu entlocken. Besonders dem kleinen Finger der rechten Hand scheint noch die Kraft zu fehlen. Also legt der Siebenjährige vertrauensvoll die andere Hand auf die Klaviatur. Wim weiß genau, was er tut. "Er ist Linkshänder", gesteht Mutter Susann schmunzelnd. "Da wird er es am Spinett oder mit Bach-Kompositionen mal leichter haben", freut sich der Pianist und Schulbetreiber Andre Bischof und gibt den Gästen aus Königswartha mit einem kurzen barock anmutenden Einspiel einen Eindruck von den quirligen Bewegungen, die die linke Hand am Klavier durchaus auch manchmal zu leisten hat. Wim ist an diesem Samstag mit seiner Mutter extra aus Königswartha angereist. Er möchte nämlich möglichst ab sofort Keybord lernen und nicht bis zum kommenden Schuljahr warten. Das allerdings war an den Musikschulen, bei denen die Familie bisher anfragte, nicht möglich. Extra bis Hoyerswerda zu fahren, sei ihr die Sache aber wert, beteuert Susann Seeger, während ihr Sohn fasziniert dem 13-jährigen Markus Herrmann zuhört, der auf dem erst kürzlich in die Musikschule Bischof eingezogenen Konzertflügel eine anspruchsvolle Interpretation von Bachs "Der fröhliche Landmann" darbietet. "Diese Musik ist für mich die schönste", verkündet Wim auf die Frage, warum seine Wahl auf das Keyboard gefallen ist.